9 ° / 5 ° Sprühregen

Navigation:
Fricke ist Unternehmer des Jahres

Madsack-.Preis Fricke ist Unternehmer des Jahres

Der Geschäftsführer der Kieler Nachrichten, Sven Fricke, ist in Berlin als Unternehmer des Jahres mit dem August-Madsack-Preis 2017 ausgezeichnet worden. Bei einer Festveranstaltung der Mediengruppe Madsack wurden zugleich die Journalisten des Jahres für ihre herausragenden Arbeiten geehrt.

Voriger Artikel
Toshiba entscheidet sich für Kiel
Nächster Artikel
Kieler Makler spricht von Trendwende

Sven Fricke (links) nahm den Madsack-Preis entgegen, Christian Longardt hielt die Laudatio.

Quelle: Alexander Körner

Berlin. Das Gebäude des heutigen Ellington-Hotels zwischen Kurfürstendamm und KaDeWe war einst Bühne für die Auftritte weltberühmter Persönlichkeiten: Hier gastierten legendäre Jazzmusiker wie Louis Armstrong, Ella Fitzgerald und Namensgeber Duke Ellington, hier feierten später Mick Jagger und David Bowie.

Am Donnerstagabend trafen sich im Ellington die Führungskräfte der Mediengruppe Madsack, zu der auch die Kieler Nachrichten gehören, um besondere Leistungen von Kolleginnen und Kollegen zu würdigen. Überraschungsgast war Soulsänger Max Mutzke, der die Gala musikalisch begleitete.

Auszeichnung für Sparkassen-Geschäft

Der Geschäftsführer der Kieler Nachrichten, Sven Fricke, erhielt die Auszeichnung in der Kategorie „herausragender Vermarktungserfolg“ für seine Idee, den Kunden der Förde Sparkasse im Rahmen ihres Kontomodells die KN-Mobil-App zugänglich zu machen. „Inzwischen haben Tausende Kunden die App heruntergeladen und können so mobil ständig auf unsere regionalen Informationen zugreifen“, sagte Chefredakteur Christian Longardt in seiner Laudatio. Mit seinem Elan und seiner Kreativität sei Fricke für die Mitarbeiter zwar sehr fordernd und „manchmal durchaus anstrengend“, sagte Longardt. Entscheidend aber sei, dass der Geschäftsführer trotz solcher Kooperationen auf Verlagsebene und der Suche nach weiteren Erlösquellen für das Medienhaus immer auf die journalistische Unabhängigkeit der Redaktion achte. So habe man zuletzt ebenso kritisch über Filialschließungen der Sparkasse berichtet wie über den spektakulären Einbruch in die Kieler Sparkassen-Zentrale.

„Diese Auszeichnung ist eine große Ehre für mich und das ganze Team der Kieler Nachrichten“, sagte Fricke. Das Preisgeld in Höhe von 2500 Euro werde er dem Verein „KN hilft“ spenden: Davon solle ein weiterer Kursus der Aktion „Leben retten!“ finanziert werden, das übrige Geld wolle er auf das Spendenkonto von „KN hilft“ zugunsten der Kinder der in Kiel-Dietrichsdorf getöteten Frau überweisen, so Fricke. Der Unternehmer-Preis in der Kategorie „innovative Geschäftsidee“ ging an Andreas Noack von Heinekingmedia für die Entwicklung von Stashcat, eines sicheren Messenger-Dienstes, der ähnlich wie Whatsapp funktioniert und bereits für schnelle Kommunikation innerhalb der Mediengruppe eingesetzt wird.

Flucht-Reportage überzeugte

In Zeiten von Fake News, alternativer Fakten, Lügenpresse-Vorwürfen und der Einschränkung der Pressefreiheit in der Türkei, den USA und anderswo komme dem regionalen Journalismus, der im Kern nach Wahrheit suche, eine besondere Bedeutung zu, erklärte Madsack-Konzerngeschäftsführer Thomas Düffert. Für ihre „exzellente Reportage“ wurde Marina Kormbaki vom RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) als Journalistin des Jahres ausgezeichnet. Sie hatte wochenlang in der Türkei, in Griechenland und entlang der Balkanroute recherchiert, mit Flüchtlingen, Behörden und Schleppern gesprochen und sich dabei phasenweise sogar selbst in Gefahr begeben, wie Laudatorin Hannah Suppa, stellvetretende Chefredakteurin der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung", beschrieb.

In der Kategorie „exklusive Nachricht“ gehörte KN-Wirtschaftsredakteur Ulrich Metschies mit seiner Recherche über den 500-Millionen-Euro-Schuldenerlass für das Unternehmen des Reeders Bernd Kortüm zu den drei Nominierten; Platz eins in dieser Kategorie ging am Ende aber an Frank Pubantz („Ostsee-Zeitung“) für seinen Artikel über den Verkauf der Nordic-Yards-Werften an die asiatische Genting-Gruppe. Er freue sich für den Kollegen, sagte Metschies, zugleich sei er stolz darauf, es gegen starke Konkurrenz in die engere Wahl geschafft zu haben.

Dritter Journalist des Jahres bei Madsack wurde Markus Hauke, stellvertretender Chefredakteur der „Neuen Presse“ (Hannover), in der Kategorie „ausgezeichnete Idee“. Bei der von ihm entwickelten 24-teiligen Serie „Seitenwechsel“ schilderten Redakteure ihre Erfahrungen etwa in der Rolle eines Müllmanns, einer Hebamme oder eines Kochs in einer Behinderteneinrichtung. Die journalistischen Beiträge waren von einer Jury aus den Chefredakteuren der Medienguppe bewertet worden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Bodo Stade
Stellvertretender Chefredakteur

Mehr aus Nachrichten: Wirtschaft 2/3