19 ° / 7 ° heiter

Navigation:
Dräger rutscht in die roten Zahlen

Medizin- und Sicherheitstechnik Dräger rutscht in die roten Zahlen

Bei Dräger laufen die Geschäfte nicht wie erwartet. Der größte Industriearbeitgeber Schleswig-Holstein korrigiert zum zweiten Mal in diesem Jahr seine Prognosen. Die Vertriebs- und Verwaltungskosten müssen sinken, sagt Konzernchef Stefan Dräger.

Voriger Artikel
Fielmann steigert Brillenverkäufe, Umsatz und Gewinn
Nächster Artikel
Deutsche Gänse auf Preisniveau wie Vorjahr

Der Medizin- und Sicherheitstechnikhersteller Dräger hat im dritten Quartal rote Zahlen geschrieben.

Quelle: Axel Heimken/dpa

Lübeck. Der Medizin- und Sicherheitstechnik-Hersteller Drägerwerk ist im dritten Quartal auch unter dem Strich in die roten Zahlen gerutscht. Der Verlust habe 18,9 Millionen Euro betragen, teilte das im TecDax notierte Unternehmen am Donnerstag am Firmensitz Lübeck mit. Im Vorjahreszeitraum hatte Dräger noch einen Gewinn von 27,7 Millionen Euro erwirtschaftet. Bereits Mitte Oktober hatte Drägerwerk vorläufige Zahlen zum dritten Quartal vorgelegt und zum zweiten Mal in diesem Jahr seine Prognose zusammengestrichen. Das Ergebnis sei bisher schlichtweg enttäuschend, sagte Konzernchef Stefan Dräger.

Nach Unternehmensangaben wuchs der Umsatz im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,1 Prozent auf 604 Millionen Euro. Der Auftragseingang legte um 3,5 Prozent zu. Bereinigt um Währungseinflüsse blieb beim Umsatz noch ein Plus von 0,2 Prozent, beim Auftragseingang ein Zuwachs von 1,2 Prozent. Im operativen Geschäft rutschte Dräger in die Verlustzone. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sackte von plus 47,2 Millionen Euro auf knapp minus 23 Millionen Euro ab.

Dräger begründete die enttäuschende Geschäftsentwicklung unter anderem mit schwächeren Wechselkursen einiger Schwellenländer und der eingetrübten weltwirtschaftlichen Lage. „Aber auch unsere eigene Kostenentwicklung ist unbefriedigend. Wir müssen daher unsere Anstrengungen intensivieren, um für den mittel- und langfristigen Erfolg richtig aufgestellt zu sein“, sagte er. Dazu solle das 2014 beschlossene Effizienz-Programm „Fit for Growth“ nochmals intensiviert werden, um Verwaltungs- und Vertriebskosten zu senken, sagte Dräger.

Bei der Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern rechnet Dräger für das laufende Jahr nur noch mit 2,5 bis 4,5 Prozent. Zuvor hatte die Konzernspitze 5 bis 7 Prozent angepeilt. Der Umsatz soll währungsbereinigt statt um zwei bis fünf Prozent nun nur noch um ein bis drei Prozent zulegen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Veranstaltung in...

Aktuelle
Veranstaltungen
und Tagestipps!

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige
Mehr zum Artikel
Technikhersteller
Foto: Akkurat, aber nicht ohne Verluste: Dräger leidet in Lübeck unter wirtschaftlicher Abwärtsentwicklung.

Der Medizin- und Sicherheitstechnik-Hersteller Dräger hat seinen Verlust im 1. Quartal verglichen mit dem Vorjahreszeitraum erhöht. Der Fehlbetrag nach Steuern betrug 13,6 Millionen Euro nach 3,1 Millionen Euro in der Vorjahresperiode, wie die Drägerwerk AG am Dienstag mitteilte.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Nachrichten: Wirtschaft 2/3