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Meyer: Vergleichsportale schärfer regulieren

Verbraucher Meyer: Vergleichsportale schärfer regulieren

Vergleichsportale im Internet sollten nach Ansicht von Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) verbraucherfreundlicher werden. Notwendig seien Regulierungsvorgaben, dass Verbraucher tatsächlich die besten und für sie passendsten Produkte oben im Ranking angezeigt bekommen, sagte Meyer am Donnerstag in Düsseldorf anlässlich der Konferenz der Verbraucherschutzminister der Länder.

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Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) spricht während einer Konferenz.

Quelle: Markus Scholz/Archiv

Kiel/Düsseldorf. "Portale sollten also klar und deutlich aufzeigen, in welcher Beziehung sie zu anderen Portalen und anderen Anbietern stehen." Wirtschaftliche Verflechtungen müssten erkennbar sein und auch Provisionen sollten keinen Einfluss auf das Ranking der gelisteten Produkte und Dienstleistungen haben.

Der Minister kritisierte außerdem, dass Verbraucher im Internet für das gleiche Produkt bei demselben Anbieter mitunter völlig unterschiedliche Preise zahlten. Hintergrund dafür seien die technischen Methoden zur individualisierten Preisgestaltung, bei denen mittels Big Data Analysen Rückschlüsse auf die vermeintliche oder tatsächliche Zahlungs- oder Kaufbereitschaft des einzelnen Kunden gezogen würden. Alle Kunden müssten aber darauf vertrauen können, dass ihnen im Onlinehandel vom selben Anbieter auch ein- und derselbe Referenzpreis angeboten werde, forderte Meyer. Der Bund sollte prüfen, ob im Vorgriff auf eine EU-Regelung die Schaffung nationaler Vorschriften zum Schutz von Verbrauchern möglich ist.

dpa

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