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TKMS rüstet indische U-Boote auf

Millionenauftrag TKMS rüstet indische U-Boote auf

ThyssenKrupp Marine Systems hat in Indien wieder einen Fuß an Deck. Die indische Marine hat die Kieler Werft mit der Modernisierung von zwei U-Booten beauftragt, die zukünftig neben Torpedos auch Flugkörper verschießen sollen. Die Modernisierung der indischen U-Bootflotte ist neben dem Bau von Flugzeugträgern eines der Zukunftsprojekte für Neu Dehli.

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U-Boot-Auftrag aus Indien für Kieler Werft

Zwei der vier indischen U-Boote des Typs HDW 209/1500 werden für den Einsatz von Flugkörpern für 35 Millionen mit Technologie aus Kiel modernisiert. Die Boote der „Shishumar“-Klasse wurden 1982 bis 1994 in Kiel und Mumbai gebaut. Der Auftrag umfasst auch das Training der Besatzungen.

Quelle: Frank Behling

Kiel. Die zum ThyssenKrupp-Konzern gehörende Kieler Werft soll bei dem Auftrag mit einer indischen Werft zusammenarbeiten. Die Freude über den Auftrag mit einem Gesamtvolumen von 35 Millionen Euro ist bei TKMS groß. „Es ist ein wichtiger Meilenstein in unserem langjährigen Engagement für Indien. Wir haben die Fähigkeit, jedes Waffensystem zu integrieren, das von der indischen Marine ausgewählt wird“, sagt Gurnad Sodhi, Geschäftsführer von ThyssenKrupp Marine in Indien. Die Boote sind bislang mit acht Torpedorohren ausgerüstet, aus denen lediglich Torpedos verschossen werden. Zukünftig sollen aber auch Flugkörper zur Bekämpfung von Schiffen hinzukommen. In diesem Fall geht es um den von Boeing in den USA gelieferten Seezielflugkörper Harpoon. 2014 hatte Indien vom Pentagon grünes Licht für den Kauf von 22 Raketen inklusive Zubehör und Testgeräten erhalten. Der Preis für die Anschaffung sind rund 100 Millionen Euro.

 Die Integration der Harpoon-Flugkörper soll zunächst in zwei der vier bei HDW in Kiel und bei Naval Dockyard in Mumbai gebauten Boote der „Shishumar“-Klasse erfolgen. Die 64 Meter langen U-Boote gehören zum Typ HDW 209/1500. Der Bau des ersten Bootes begann 1982 in Kiel. Lieferung war im Sommer 1986. Durch die Modernisierung sollen die Boote mindestens weitere zehn Jahre im Dienst bleiben. Indiens U-Bootflotte besteht im Kern heute aus neun russischen Booten des Typs Kilo und vier Booten des HDW-Typs. Aktuell sind sechs Boote des französischen Scorpene-Typs im Bau.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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