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Die am wenigsten umweltschädlichen Kreuzfahrer

Nabu-Ranking Die am wenigsten umweltschädlichen Kreuzfahrer

Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) wirft den internationalen Kreuzfahrtreedereien vor, zu wenig für den Umweltschutz zu tun. Im jährlich erscheinenden Kreuzfahrt-Ranking haben viele beliebte Schiffe erschreckend schlecht abgeschnitten.

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Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) bewertet seit fünf Jahren, welche Umweltbelastung von Kreuzfahrtschiffen ausgeht.

Quelle: Carsten Rehder/dpa

Hamburg. Die Anbieter würden Unsummen für Bespaßung und den gastronomischen Service an Bord ausgeben, während sie beim Umweltschutz weiterhin sparten, „wo es nur geht“. „Diese Verantwortungslosigkeit geht vor allem auch zulasten der menschlichen Gesundheit, insbesondere von Anwohnern in Häfenstädten“, teilte Bundesgeschäftsführer Leif Miller zum Nabu-Kreuzfahrt-Ranking 2016 mit.

So verfeuerten sämtliche Schiffe weiterhin belastendes Schweröl und eine Abgasreinigung gebe es beim Großteil der in Europa verkehrenden Schiffe nicht - lediglich die Mindeststandards würden erfüllt. Belastende Luftschadstoffe wie Ruß, ultrafeine Partikel oder Stickoxide würden zum Schaden der Menschen in Nordeuropa und in der Mittelmeerregion weiterhin freigesetzt. Lediglich elf Schiffe gebe es, laut Nabu, die über diese Mindestbedingungen hinaus Initiativen für den Umweltschutz zeigten.

Das sind die Bilder der Kreuzfahrtschiffe, die im Kreuzfahrt-Ranking des Nabu akzeptabel abgeschnitten haben.

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Ganz vorne in dem damit herausgegebenen Kreuzfahrt-Ranking landet der jüngste Spross der Aida-Flotte, die "Aidaprima". Sie erhält als einziges der überprüften Schiffe drei von vier möglichen grünen Schiffsschrauben. Im vergangenen Jahr hatte der Nabu noch den guten Willen der Kreuzfahrt-Branche berücksichtigt und die angekündigten umweltfreundlichen Schiffe aufgenommen. Das Gesamtbild des Rankings sah also noch sehr viel freundlicher aus. Für 2016 dagegen ist der Eindruck erschreckend: Rote Schrauben dominieren schon ab dem 12. Platz.

Der Nabu hielt außerdem allen Reedereien vor, die Öffentlichkeit über den Einsatz von Abgastechnik an Bord ihrer Urlaubsschiffe im Unklaren zu lassen.

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Ein Artikel von
Niklas Wieczorek
Lokalredaktion Kiel/SH

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