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U-Bootbauer rüsten sich für die Zukunft

Nachfrage steigt U-Bootbauer rüsten sich für die Zukunft

Thyssen Krupp Marine Systems (TKMS) setzt ein deutliches Signal und investiert rund 50 Millionen Euro in die Modernisierung und den Aufbau einer neuen Fertigungslinie für U-Boote. Damit sollen aus Kiel künftig deutlich größere, schnellere und auch stärker bewaffnete U-Boote kommen als bislang.

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Die Kieler Werft TKMS plant den Ausbau für größere U-Boote. Die Auftragslage ist gut.

Quelle: Frank Behling

Kiel. In der für den Handelsschiffbau genutzten Halle 10 und im 300 Meter langen Dock 7 wird eine hochmoderne U-Bootfertigung entstehen. Ziel ist es, zukünftig nicht nur U-Boote mit einer Verdrängung von 1400 bis 2400 Tonnen bauen zu können, denn die Nachfrage nach U-Booten mit einer Verdrängung von über 3000 Tonnen und bis zu 100 Metern Länge steigt. „Thyssen Krupp Marine Systems treibt die Werftmodernisierung insbesondere im Hinblick auf strategische und langfristige Partnerschaften im Marineschiffbau weiter voran“, sagte ein Unternehmenssprecher. Ziel sei es, die Baumaßnahmen bis 2023 abzuschließen.

Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) begrüßte die Investition auch im Hinblick auf die verbundene Sicherung von insgesamt rund 3500 Arbeitsplätzen bei TKMS, von denen mehr als 2600 in Kiel angesiedelt sind.

Die Nachfrage nach U-Booten ist weltweit hoch. In den kommenden Jahren befinden sich weltweit 225 konventionelle U-Bootprojekte bei Staaten von Australien bis Vietnam in Planung. Im Wettbewerb um einen Teil dieser Aufträge will auch die Kieler Werft mitmischen.

Doch auch im zivilen Bereich will TKMS Neuland betreten: Bis 2025 will der Schiffbauer als Projektkoordinator mit fünf Partnern auch ein großes ziviles Unterwasserfahrzeug zur Marktreife bringen. Dabei handelt es sich um ein unbemanntes Unterwasserfahrzeug für alle Arbeiten in den Tiefen der Meere.

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Ein Artikel von
Jens Kiffmeier
Wirtschaftsredaktion

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