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Thales will Standort Kiel stärken

Neubau Thales will Standort Kiel stärken

Der international agierende Technologiekonzern Thales will seinen Kieler Standort stärken: Bis Anfang 2018 soll dazu ein Neubau im Kieler Stadtgebiet bezogen werden, zudem werden Mitarbeiter des Standortes Wilhelmshaven nach Kiel versetzt, sagte Thales-Sprecher Pitt Marx.

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Thales ist in Kiel seit Jahren ansässig. Es wird überwiegend Ausrüstung für U-Boote und Fregatten gebaut.

Quelle: Frank Behling

Kiel/Wilhelmshaven. Das Unternehmen wolle so seine Kompetenzen an einem Standort bündeln, um bei Ausschreibungen, etwa der Marine, wettbewerbsfähig zu sein. So habe allein der geplante Bau von vier Mehrzweckkampfschiffen vom Typ MKS 180 einen Gesamtauftragswert von mehr als vier Milliarden Euro. In Kiel entwickeln und bauen bislang etwa 170 Mitarbeiter in Wellsee Kommunikations- und Navigationssysteme sowie Radaranlagen für Überwasserschiffe und U-Boote, von hier aus wird auch das Heer, die Luftwaffe und die Polizei mit Informationselektronik versorgt. Am Montag wurden die Mitarbeiter in einer Betriebsversammlung über die Veränderungen informiert, vergangenen Freitag die Mitarbeiter in Wilhelmshaven.

Oberbürgermeister Ulf Kämpfer hoch erfreut

„Der Schritt von Thales zeigt, dass Kiel für Industrieunternehmen nach wie vor hoch attraktiv ist und gute Rahmenbedingungen bieten kann“, freut sich Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD). „Firmen finden hier die Netzwerke und die qualifizierten Fachkräfte, die sie für ihre Entwicklung benötigen.“ Die Stadt stehe bereits seit einiger Zeit mit dem Unternehmen in intensivem Kontakt und habe das Unternehmen dabei unterstützt, „geeignete öffentliche und private Standorte zu finden“. In einer Mitteilung lobte Thales „die kontinuierlich positive Entwicklung des Wirtschaftsraums Kiel, die Dichte der dort ansässigen Unternehmen und Organisationen und die strategische Bedeutung zukünftiger Marine-Beschaffungsprojekte“.

Wie viele der insgesamt etwa 80 Mitarbeiter aus Niedersachsen nach Kiel wechseln und wo genau der künftige Standort zu finden ist, wollte Marx nicht sagen. Nur soviel: Man spreche schon seit längerer Zeit mit einem „ortsansässigen Investor“, der ein entsprechendes Gebäude nach den strengen Vorgaben aufgrund von der von Thales und deren Kunden geforderten Datensicherheit bauen soll. Nach Informationen unserer Zeitung könnte es sich dabei um die Dirk Cordes Beteiligungsgesellschaft handeln, die beispielsweise im Wissenschaftspark und in der Wik über Kapazitäten verfügt. Auf Anfrage wollte Geschäftsführer Dirk Cordes dies nicht bestätigen: „Wir sind grundsätzlich aber immer gerne bereit, als Investor solche Projekte zu entwickeln.“ Thales Deutschland mit Sitz in Ditzingen (Baden-Württemberg) beschäftigt etwa 3000 Mitarbeiter an insgesamt acht Standorten und erzielte 2015 einen Umsatz von rund 700 Millionen Euro.

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Ein Artikel von
Jan von Schmidt-Phiseldeck
Wirtschaftsredaktion

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Technologie
Foto: Dirk Cordes (Beteiligungsgesellschaft), Werner Kässens (KiWi), Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, Daniel Schill ( Projektleiter Thales Immobilien), Matthias Rahn (Standortleiter Kiel), Robert Paul (Thales Immobilien) und Sven Jahnke (Cordes) freuen sich, dass Thales auf dem Baufeld vor dem KiWi-Tower (Hintergrund) baut.

Zwei Jahre lang dauerten die Gespräche, bis feststand, dass der internationale Technologiekonzern Thales in Kiel bleibt. Bei der Suche nach einer Immobilie, die mit Blick in die Zukunft Expansion zulässt, wurde das 1997 in Wellsee ansässige Unternehmen am Kanal-Ufer in der Wik fündig.

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