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Kath auf Wachstumskurs

Neue Eigentümer Kath auf Wachstumskurs

Nach der Übernahme der Autohäuser der Kath-Gruppe (Rendsburg) will die Emil-Frey-Gruppe (Zürich) nun in Schleswig-Holstein und Hamburg auf Wachstumskurs gehen. Das kündigte Deutschland-Chef Rudolf F. Wohlfahrt am Montag in Kiel an.

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Die neue Führung der Kath-Gruppe mit Frey-Deutschland-Chef Rudolf F. Wohlfahrt (3. v. li.): Tom Strenge, Andrea Schmelz und Christopher Grab (v.li.)

Quelle: Frank Peter

Rendsburg/Kiel. Die vergangenen Jahre seien für Kath „nicht unschwierig“ gewesen“, so Wohlfahrt. Und man habe bei Frey auch etwas unterschätzt, wie stark der Schaden bei Kath tatsächlich gewesen sei. Aber Kath sei ein gesundes und modernes Unternehmen in einer gesunden Ausgangslage, das schwarze Zahlen schreibe. Die Kath-Gruppe war durch Betrug mit der Umweltprämie (Abwrackprämie) in Schwierigkeiten geraten. Audi und Volkswagen hatten daraufhin Verträge mit dem Unternehmen gekündigt; einige Kunden, Privatkunden sowie Firmen und Behörden, hatten sich ebenfalls von dem Autohaus abgewandt. Der Geschäftsführende Gesellschafter, der diesen Betrug veranlasst hatte, ist vor rund drei Jahren zu einer Bewährungs- und einer Geldstrafe verurteilt worden.

 Doch diese Zeiten sind durch den Eigentümerwechsel endgültig abgeschlossen. Jetzt werbe man bei den Kunden um Vertrauen und stelle die Kundenzufriedenheit in den Mittelpunkt. Volkswagen habe nur drei Tage nach der Übernahme der Standorte durch Frey die Verträge wieder in Kraft gesetzt, berichtete Wohlfahrt. Und derzeit sei man mit Audi in „engen“ Gesprächen darüber, ob eine neue Partnerschaft möglich ist. Für die spanische VW-Tochter Seat, bei der Kath bisher nur Servicepartner ist, wird das Unternehmen auch den Verkauf übernehmen.

„Wir sind auf Wachstum ausgerichtet. Und wollen Märkte zurückgewinnen“, sagte Andrea Schmelz, Geschäftsführerin der Autohaus Kath GmbH. Und daher wird kräftig in den Aus- und Umbau der neun Standorte (u.a. Rendsburg, Kiel, Bordesholm, Preetz) investiert werden. Die Frey-Gruppe sehe zudem gute Chancen, weitere Autohäuser im Norden zu übernehmen, sagte Christopher Grab, ebenfalls Kath-Geschäftsführer.

 Für das laufende Jahr peilt Kath einen Absatz von 9000 bis 10000 Neu- und Gebrauchtfahrzeugen und einen Umsatz von 170 Millionen Euro an. Die Gruppe beschäftigt in den Autohäusern und drei Lackierzentren rund 700 Mitarbeiter.

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