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Arbeitslosigkeit im Norden weiter gesunken

Mit Infografik Arbeitslosigkeit im Norden weiter gesunken

Die Wirtschaft im Norden brummt, die Nachfrage nach Arbeitskräften steigt stetig. Diese Entwicklung schlägt verstärkt auf den Arbeitsmarkt durch: Erstmals seit 23 Jahren ist die Zahl der Arbeitslosen wieder unter die Marke von 90.000 gerutscht.

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Es wird ordentlich geschuftet im Norden: Die Arbeitslosenzahlen sinken weiter.

Quelle: Carsten Rehder/dpa

Kiel. Ende Oktober waren 88.600 Menschen in Schleswig-Holstein ohne festen Job – 4300 weniger als noch vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt nun bei 5,8 Prozent.

„Diese Entwicklung gibt die gute wirtschaftliche Situation unserer 130.000 Mittelstandsbetriebe wieder und scheint sich als robuster Trend zu erweisen“, sagte am Mittwoch Arbeitsminister Reinhard Meyer (SPD). Seit Juli 2012 seien bis heute im Norden 77.800 neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze entstanden. „Wir haben damit schon heute unsere 2012 bei Regierungsantritt selbst gesetzte Zielmarke von 30.000 mehr als verdoppelt“, sagte Meyer.

Von einem „goldenen Oktober“ sprach Margit Haupt-Koopmann. Die Chefin der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit hob den Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit im Vergleich zum September um 900 (-9,2 Prozent) hervor. „Hier wird deutlich, dass die Betriebe ihre Chance nutzen, junge Fachkräfte einzustellen oder auch noch Ausbildungsplätze zu besetzen.“ Auch die Langzeitarbeitslosen, die die größte Gruppe in der BA-Statistik ausmachen, profitieren von einer verstärkten Arbeitskräftenachfrage: Innerhalb eines Jahres sank ihre Zahl um 2800 auf jetzt 33.384. Dies sei auch eine Folge der insgesamt 27 Modellprojekte zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit, betonte Meyer: „Man muss dabei viel Geduld mitbringen, doch jetzt zeigt sich, dass die Bemühungen der Landesregierung und ihrer Partner Wirkung zeigen.“

Seit Jahresbeginn haben die Betriebe den Arbeitgeberserviceteams der Arbeitsagenturen und Jobcenter 62.600 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Das waren 5000 oder 8,7 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Nur Berlin hatte einen noch stärkeren Zuwachs. Nach den aktuellsten Zahlen vom August stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zum Vorjahr um 2,3 Prozent auf 946.000. Die kräftigsten Zuwächse verbuchten das Gesundheits- und Sozialwesen, der Handel und das Baugewerbe.

Unter den Kreisen hat Stormarn mit 3,4 Prozent weiterhin die niedrigste Arbeitslosigkeit und Dithmarschen mit 6,4 Prozent die höchste. Bei den kreisfreien Städten steht Lübeck mit 8,5 Prozent am besten da, Kiel und Neumünster mit je 9,0 Prozent am schlechtesten. „Besonders erfreulich ist, dass der Rückgang der Arbeitslosigkeit kontinuierlich in allen Landesteilen erfolgt“, sagte Meyer. Auf dem Lehrstellenmarkt waren Ende September 1100 Stellen unbesetzt. Zugleich waren 1700 Bewerber noch ohne Ausbildungsplatz.

Bundesweit liegt die Arbeitslosigkeit auf dem niedrigsten Stand in einem Oktober seit 25 Jahren. Die Zahl der Arbeitslosen fiel im Zuge der traditionellen Herbstbelebung im Vergleich zum September deutlich um 68.000 auf 2,54 Millionen, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Mittwoch in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote verringerte sich um 0,1 Prozentpunkte auf 5,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr waren im Oktober 109.000 Menschen weniger arbeitslos gemeldet.


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Ein Artikel von
Jan von Schmidt-Phiseldeck
Wirtschaftsredaktion

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