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Tesa will in Norderstedt noch wachsen

Neue Zentrale Tesa will in Norderstedt noch wachsen

Der Klebebandhersteller Tesa hat am Donnerstag seine neue Unternehmenszentrale samt Forschungs- und Technologiezentrum in Norderstedt in Betrieb genommen. Damit habe Norderstedt einen großen Fisch an Land gezogen, sagte Bürgermeister Hans-Joachim Grote.

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Tesa eröffnet eine neue Zentrale: Mehr als 1000 Mitarbeiter arbeiten künftig in Norderstedt.

Quelle: Patrick Seeger/dpa (Archivbild)

Norderstedt. Es kommt nicht allzu häufig vor, dass ein Weltmarktführer sich in Schleswig-Holstein neu ansiedelt und rund 1000 Arbeitsplätze mitbringt. Die Tesa SE hat am Donnerstag ihren neuen Standort in Norderstedt offiziell eingeweiht. Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) kam mit einem Gastgeschenk. Und Tesa kündigte schon die nächsten Wachstumsschritte an.

Das Unternehmen, mehrheitlich in Besitz der Beiersdorf AG (Hamburg), hatte vor dreieinhalb Jahren die Entscheidung zum Umzug von Hamburg-Eimsbüttel nach Schleswig-Holstein gefällt. Spatenstich war im November 2012. Seither sind am Rande Norderstedts die Zentrale für 700 Mitarbeiter sowie das Forschungs- und das Technologiezentrum für weitere 320 Mitarbeiter entstanden. Rund 160 Millionen Euro investierte der Konzern, der weltweit 4500 Mitarbeiter beschäftigt, in den „Tesa Campus“. Die Freude über diese ganz besondere Ansiedlung war Albig und Norderstedts Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote (CDU) deutlich anzumerken. Einen „großen Fisch“ habe Norderstedt damit an Land gezogen, sagte Grote. Albig hatte zuvor in seiner Rede scherzhaft gesagt: „Wir haben noch eine Menge Platz für unsere Freunde aus Hamburg.“ Doch ließ er im Ernst keinen Zweifel daran, dass ihm klar ist, wie Schleswig-Holstein von der Millionenstadt profitiert. „Wir sind ein fester und treuer Partner Hamburgs“, sagte er. Und ihm sei sehr bewusst, dass die Metropolregion Anker und Impulsgeber für die wirtschaftliche Entwicklung sei: „Hamburg wächst, auch auf schleswig-holsteinischem Boden.“

Tesa ist auch im iPhone

Tesa-Produkte befinden sich beispielsweise im iPhone und in der neuen E-Klasse von Mercedes. Dort sollen sie mitunter nicht nur Teile befestigen, sondern auch zusätzliche Funktionen übernehmen. Klebebänder dienen im Smartphone beispielsweise auch als Schockpuffer, als Schutz vor Zerstörung beim Fallenlassen, oder werden in Elektronikgeräten eingesetzt, um die Wärme abzuleiten. Sogar zur Befestigung von Fassadenelementen an Gebäuden gibt es Klebelösungen, berichtet Entwicklungsleiter Tobias Blömker: „Die müssen mindestens 20 Jahre halten und auch erdbebensicher sein.“ Darüber hinaus entwickelt Tesa zusammen mit der Pharmaindustrie auch arzneimittelhaltige Pflaster.

In Norderstedt wird an weiteren innovativen Klebetechnologien geforscht. Denn das Ziel ist Wachstum, sagte Tesa-Chef Thomas Schlegel. Und dafür gibt es auch Unterstützung vom Land Schleswig-Holstein. Ministerpräsident Albigs Gastgeschenk war vor zwei Tagen im Kabinett beschlossen worden: Das Land fördert die Entwicklung von Hochleistungs-Klebenbändern, die beispielsweise künftig beim Bau von Leichtautos eingesetzt werden können, mit knapp zwei Millionen Euro. Mittelfristig sollen allein durch dieses Projekt weitere 70 Arbeitsplätze in Norderstedt geschaffen werden.

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