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VR-Banken ziehen zufrieden Bilanz

Schleswig-Holstein VR-Banken ziehen zufrieden Bilanz

Die Volks- und Raiffeisenbanken in Schleswig-Holstein sind weiter auf Wachstumskurs. Die 33 eigenständigen Institute im Land erhöhten im vergangenen Jahr die Gesamtbilanzsumme um 7,6 Prozent auf 19 Milliarden Euro, berichtete Sprecher Klaus Treimer am Freitag in Neumünster.

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Waren mit ihrem Ergebnis 2015 mehr als zufrieden: die Volksbanken im Land - hier in Kiel.

Quelle: Ulf Dahl

Neumünster. Das Kreditvolumen wuchs um 8,6 Prozent auf 12,7 Milliarden Euro.

„Insgesamt sind wir mit der Entwicklung sehr, sehr zufrieden“, sagte Treimer. Die genossenschaftlich strukturierte Bankengruppe habe ihre Marktposition im vergangenen Jahr deutlich gestärkt. Das Jahresergebnis sank allerdings von 212 auf 194 Millionen Euro, blieb damit aber im Schnitt der letzten fünf Jahre.

Die Gesamteinlagen stiegen 2015 um 7,7 Prozent auf 12,2 Milliarden Euro. 28 Prozent des Kreditvolumens entfielen auf Privatkunden, 72 Prozent auf Firmen. Deutlich mehr als die Hälfte der gewerblichen Kredite wurde in Dienstleistungen, Landwirtschaft und Energie vergeben. „In diesen Bereichen und ganz besonders im Dienstleistungssektor inklusive der touristischen Leistungen hat sich die Wirtschaft im Land sehr gut entwickelt“, sagte Bankensprecher Kai Schubert.

Die regional stark verankerte Bankengruppe hat im Norden nach eigenen Angaben einen Marktanteil von etwa 30 Prozent, Tendenz steigend. Die Zahl der Kunden nahm 2015 minimal auf gut 929 500 zu, die der Mitglieder wuchs um gut 5000 auf 347 500.

„Wir trotzen ganz anständig den widrigen Umständen“, sagte Treimer und zeigte sich auch für das laufende Jahr zuversichtlich. Das extreme Zinstief und Vorgaben an die Banken wie Eigenkapitalanforderungen und Verbraucherschutzmaßnahmen machen auch den Volksbanken im Norden zu schaffen. Schubert sprach angesichts des EZB-Kurses von einer „notenbankpolitischen Geisterfahrt“.

Auch die Volksbanken müssten jetzt sehr auf ihre Kosten achten, sagte Treimer. In der Konsequenz könnten Öffnungszeiten verkürzt und einige weitere Zweigstellen geschlossen werden. Deren Zahl fiel 2015 von 328 auf 315, während die der Selbstbedienungsstellen von 165 auf 170 stieg. Die Zahl der Mitarbeiter sank minimal auf 4527, darunter gut 400 Auszubildende.

Negativzinsen für Privatanleger wollen die besonders mit den Sparkassen konkurrierenden Volksbanken vermeiden. Gebührenerhöhungen halten sie aber für denkbar, ebenso wie Verwahrentgelte für Firmenkunden und Gemeinden. „Der sichere Hafen kostet Geld“, sagte Treimer. Konkretere Angaben über mögliche Maßnahmen machten die Spitzen der Bankengruppe nicht. Jede Bank werde nach eigener Ertragslage versuchen, im Interesse der Kunden und der Bank moderate und vernünftige Entscheidungen zu treffen, sagte Schubert.

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Sparkasse Mittelholstein
Foto: Sie bilden den Vorstand der Sparkasse Mittelholstein: Sören Abendroth (von links), Manfred Buncke und Bernd Jäger.

Die Sparkasse Mittelholstein hat als Marktführer unter den Geldhäusern der Region Rendsburg 2015 mit einer Bilanzsumme von knapp 1,9 Milliarden Euro abgeschlossen. Das ist nach Angaben des Vorstands eine Steigerung von 20 Millionen gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn stieg von 2,5 auf 2,6 Millionen nach Steuern.

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