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Niedrigste Mai-Arbeitslosigkeit seit '93

Frühlingshoch im Land Niedrigste Mai-Arbeitslosigkeit seit '93

Das Frühlingshoch auf dem Arbeitsmarkt hält an: In Schleswig-Holstein sind weniger als 90 000 Menschen ohne Job. Seit 1993 war die Zahl der Arbeitslosen im Norden nicht niedriger. Viele Branchen profitieren, nur eine nicht.

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Die Arbeitslosigkeit in Schleswig-Holstein ist weiter gesunken.

Quelle: Julian Stratenschulte

Kiel. Die Arbeitslosigkeit in Schleswig-Holstein ist auf den niedrigsten Stand in einem Mai seit 1993 zurückgegangen. Ende des Monats waren im nördlichsten Bundesland 89 900 Menschen ohne festen Job und damit vier Prozent weniger als vor einem Jahr. Im Vergleich zum April sank die Zahl der arbeitslosen Frauen und Männer um 2,9 Prozent. Die Arbeitslosenquote beträgt nun 5,9 Prozent, nach 6,2 Prozent vor einem Jahr.

«Die Arbeitskräftenachfrage liegt weiterhin über dem bereits hohen Niveaus des Vorjahres», sagte die Regionaldirektorin der Arbeitsagentur, Margit Haupt-Koopmann. Es gebe einen kräftigen Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Stellen. Seit Jahresbeginn meldeten die Unternehmen 32 000 Arbeitsplätze, das waren 2,4 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum. «Besonders im Bereich Soziales und Gesundheit, im Handel sowie im Tourismusgeschäft und im Baugewerbe werden Mitarbeiter gesucht.»

Die Zahl der Beschäftigten stieg nach den aktuellsten Zahlen vom März um 2,7 Prozent auf 954 200. Neue Jobs entstanden im Norden zuletzt vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen, in Dienstleistungsbereichen und im Handel. Nur in der Finanz- und Versicherungswirtschaft (-300) wurden Stellen gestrichen, beispielsweise durch die Schließung von Bankfilialen im Land.

Im Vorjahresvergleich nahm im Mai erneut die Ausländerarbeitslosigkeit zu. Betroffen waren 18 200 Menschen. Das waren 2800 mehr als vor einem Jahr. Dies lag laut Arbeitsagentur daran, dass die Asylanträge von Flüchtlingen aus den Hauptherkunftsländern Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien schneller abgearbeitet wurden.

Die niedrigste Arbeitslosenquote verzeichnet unter den Kreisen nach wie vor Stormarn mit nun 3,3 Prozent, während Dithmarschen und Steinburg mit 6,2 Prozent die höchste haben. Bei den kreisfreien Städten steht Lübeck mit 8,5 Prozent am besten da und Neumünster mit 9,3 Prozent am schlechtesten.

Gute Chancen sieht Regionaldirektorin Haupt-Koopmann wenige Monate vor Beginn des Ausbildungsjahres für einen Berufseinstieg vor allem im Einzelhandel, dem Handwerk sowie dem Hotel- und Gaststättengewerbe.

Von dpa

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