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Willkommen im Mekka des Bauens

Nord-Bau in Neumünster Willkommen im Mekka des Bauens

Vom Bagger bis zum Rasenmäher, vom Dachziegel bis zur Heizung, vom Superklebstoff bis zur Berufsbekleidung – das Angebot der Nord-Bau, die am Mittwoch in und an den Holstenhallen eröffnete, ist beinahe erschlagend.

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Mehr Übersicht geht nicht: Zur Eröffnung der Nord-Bau stieg Ministerpräsident Torsten Albig gemeinsam mit Marcus Assmann von der Firma Zeppelin Rental in einen Hubsteiger und ließ sich in 20 Meter Höhe fahren. Zuvor hatte er der Nord-Bau dieses Kompliment gemacht: „Wir pilgern aus dem ganzen Land nach Neumünster, hier ist das nordeuropäische Mekka des Bauens.“

Quelle: Sven Janssen

Neumünster. 848 Aussteller aus 15 Ländern sind es in diesem Jahr – seit 2002 ist Nordeuropas größte Baumesse zum 15. Mal in Folge ausgebucht. Es ist bei weitem nicht nur eine Produktschau, sondern auch ein Treffpunkt für Fachleute und ein Markt für angehende Hausbesitzer. „Der Branche geht es gut“, resümierte Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) zur Eröffnung.

 Den obligatorischen letzten Ziegelstein in eine Mauer passte Albig in diesem Jahr zusammen mit Martine Gram Barbry, Königlich Dänische Generalkonsulin aus Hamburg, ein. Diesen feierlichen Eröffnungsakt bekamen die Massen, die bereits seit 9 Uhr auf das Messegelände strömten, gar nicht mit. Da wurden längst Fachgespräche geführt, Tüten mit Infomaterial gesammelt, Maschinen erklärt.

Hier finden Sie Fotos von der NordBau 2016 in Neumünster

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 „Wir pilgern aus dem ganzen Land nach Neumünster, hier ist das nordeuropäische Mekka des Bauens“, sagte Albig. Ihm liege nach wie vor bezahlbarer Wohnraum für alle am Herzen. Auch in Schleswig-Holstein werden so viele Baugenehmigungen erteilt wie seit Jahren nicht mehr. Neue Wohnkonzepte und neue Räume seien gefragt. „Das kann dann auch die Streuobstwiese nebenan sein, wo Wohnungen gebaut werden sollen“, sagte er. „Wir müssen auch unsere Schonräume öffnen“, appellierte er. Martine Gram Barbry hielt ihre erste Rede auf Deutsch, und obwohl sie erst seit fünf Wochen im Amt ist, lobte sie die Jahrzehnte andauernde Partnerschaft: „Die Nord-Bau steht als Sinnbild für die guten Beziehungen zwischen Deutschland und Dänemark.“

 Strahlend blauer Himmel über gelben und roten Radladern und Rüttelmaschinen auf dem Außengelände – die Nord-Bau präsentierte sich im besten Licht. Albig und Barbry ließen sich von Dirk Iwersen, Geschäftsführer der Holstenhallen GmbH, und Messeleiter Wolfgerd Jansch übers Gelände führen. Bei der Firma Wacker, die sich als Vorreiter in der Entwicklung der Akku-Technologie für Baumaschinen sieht, kletterte Albig in einen Bagger („nichts kaputtgemacht“), bei Zeppelin Rental ließ sich der Ministerpräsident per Hubsteiger in 20 Meter Höhe fahren, bei Liebherr („schön, dass sie so treu zur Messe sind“) gab’s kleine Radlader geschenkt. Herzliche Atmosphäre beim Dachdeckerhandwerk Schleswig-Holstein: Johann Jung, Ausbildungsleiter im Berufsbildungswerk, klopfte in Windeseile für den Besuch Herzen aus einer Schieferplatte. Beim Reaktionsspiel der Berufsgenossenschaft besiegte die Geralkonsulin knapp den Landeschef.

 Parallel zum offiziellen Messerundgang machte sich Ingbert Liebing, Landesvorsitzender der CDU, ein Bild von der Nord-Bau. Als „alter“ Neumünsteraner kennt er die Messe seit vielen Jahren, ihn erstaunen neue Entwicklungen jedesmal aufs Neue. Aber er hat auch ein Ohr für Probleme. Dass Bauingenieure inzwischen nur noch in Lübeck die Fachhochschule besuchen können, sei fürs Land zu wenig, hörte er von mehreren Ausstellern. „Daran müssen wir arbeiten“, sagte Liebing.

 Dass die Bauhandwerker eine eigene Nationalmannschaft haben, ließ einige Eröffnungsgäste schmunzeln. Beim Besuch in Halle 8 staunten sie aber nicht schlecht, denn hier wird tatsächlich für die Europameisterschaft EuroSkills, die im Dezember in Göteborg stattfindet, und die Zimmerer-Europameisterschaft im Oktober in Basel trainiert. Deutschlands beste Nachwuchskräfte treten als Team an – vom Fliesenleger über Maurer über Stuckateur bis zum Zimmerer. Und sie machen Werbung für die Bauberufe.

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