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Ortstermin bei der blauen Post

NordBrief Ortstermin bei der blauen Post

Gut zehn Jahre nach dem Start hat sich NordBrief in der Region und auch darüber hinaus einen hohen Bekanntheitsgrad erarbeitet. Und natürlich kennt auch Kiels Oberbürgermeister die blaue Alternative zur gelben Post, seit 1,5 Millionen Briefe in allen Teilen der Republik zustellt.

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Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (2. von links) besuchte das Kieler Unternehmen NordBrief in Wellsee und lässt sich vom Geschäftsführer Volker Ehlers (li.) die Arbeitsabläufe zeigen. Neben Kämpfer steht Einar Rubin, Prokurist der KiWi GmbH; ganz rechts der Leiter der Qualitätssicherung, Frank Fassmann.

Quelle: Ulf Dahl

Kiel. Doch nach einem 90-minütigen Besuch beim NordBrief-Eigentümer, der Vertriebsgesellschaft Universal (VGU) mit Sitz im Moorseer Logistikzentrum der Kieler Nachrichten, kann Ulf Kämpfer sagen: „Da habe ich etwas gelernt.“

Zum Beispiel, dass die VGU als 100-prozentige Verlagstochter der Kieler Nachrichten indirekt einer der größten Arbeitgeber in der Region ist. Dass das Unternehmen annähernd 3000 Mitarbeiter im Einsatz hat, die allerdings nicht bei der VGU direkt, sondern bei verschiedenen Zustellgesellschaften beschäftigt sind. Lernen konnte Kämpfer auch, dass die Zustellung von Zeitungen oder Briefen mit mehr als dem gesetzlichen Mindestlohn bezahlt wird. Oder dass Kunden die beliebten, weil mit regionalen Motiven geschmückten NordBrief-Marken nach eigenen Wünschen mitgestalten können – vom passenden Slogan zum Firmenjubiläum bis zur Liebesbotschaft für die Hochzeitseinladung.

Ausschreibungen machen das Leben schwer

Alles gut also? Nein, denn erfahren konnte Kämpfer von VGU-Geschäftsführer Volker Ehlers auch, dass die öffentliche Hand privaten Zustellfirmen das Leben durchaus schwer machen kann, wenn Ausschreibungen hin und wieder doch so wirkten, als seien sie auf das Leistungsprofil der gelben Post zugeschnitten. Und auch dass NordBrief anders als der große Konkurrent nicht von der Mehrwertsteuer befreit ist, ist aus Sicht von Ehlers ein deutlicher Nachteil im Wettbewerb.

Dennoch läuft das Geschäft für NordBrief und die VGU rund. Rund 100 Briefannahme- und Verkaufsstellen für Briefmarken gibt es aktuell, hinzu kommen 25 blaue Briefkästen. Auch wenn der Anteil privater Kunden beständig steigt: Wachstumsmotor für das Kieler Unternehmen ist nach wie vor das Geschäft mit Unternehmen, Freiberuflern, Krankenhäusern oder Behörden. Letztere machen zunehmend Gebrauch vom Produkt der „Behördensonderpost“, das den Preisvorteil von Infopost mit der Zustellqualität eines Briefes verknüpft. Offenbar sind die Kunden mit der Schnelligkeit und Zuverlässigkeit des NordBrief-Services mehr als zufrieden. Nicht ohne Stolz verweist Ehlers auf eine Reklamationsquote von 0,003 Prozent. Und Geschäftskunden-Betreuer Holger Schulz ergänzt: „Praktisch alle Kunden, die während des Poststreikes zu uns kamen, konnten wir halten.“

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Ein Artikel von
Ulrich Metschies
Wirtschaftsredaktion

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Zusteller Nordbrief
Foto: Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (links) erhält zur Premiere eine gerahmte Kieler-Woche-Briefmarke im Großformat von Nordbrief-Geschäftsführer Volker Ehlers.

Eine haftende Erinnerung, die von Kiel in die Bundesrepublik heraus getragen werden soll: Erstmals gibt es eine Kieler-Woche-Briefmarke, die der Kieler Briefzusteller Nordbrief anlässlich seines zehnjährigen Bestehens auf den Markt bringt.

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