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Studie belegt Erfolgsgeschichte des Designer Outlets

OB Tauras Studie belegt Erfolgsgeschichte des Designer Outlets

Eine am Mittwoch vorgestellte Wirkungsanalyse über den Einfluss des 2012 eröffneten Designer Outlets in Neumünster (DOC) mit etwa zwei Millionen Besuchern jährlich auf den Einzelhandel hat Neumünsters Oberbürgermeister Olaf Tauras in seiner positiven Analyse bestärkt.

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Diskutieren das Studienergebnis (v.li.): Hennig Balzer (McArthurGlen), Neumünsters OB Olaf Tauras und Stefan Kruse vom Stadtforschungsinstitut Junker+Kruse.

Quelle: Jan v. Schmidt-Phiseldeck

Neumünster. Seine These: „Jetzt ist belegt, dass das DOC fast ausschließlich positive Auswirkungen auf die ganze Region und speziell Neumünster hat.“ Neumünster werde durch das Shopping-Center „positiv aufgeladen“ – Kritiker, die vor einer „Zerstörung des Innenstadthandels“ warnten, könnten durch die Ergebnisse der Studie den Bau des Centers jetzt im anderen Licht sehen: „Das ist für Neumünster und die Region eine Erfolgsgeschichte.“

Die von DOC-Betreiber McArthurGlen in Auftrag gegebene Studie des Stadtforschungsinstituts Junker+Kruse hat den Einfluss des Centers in einem Umkreis von 45 Fahrminuten auf ökonomische und städtebauliche Entwicklungen hin wissenschaftlich untersucht. „Wir wollten wissen, wie die tatsächlichen Auswirkungen zum Beispiel auf den Einzelhandel sind“, sagte Hennig Balzer, Entwicklungsdirektor von McArthurGlen. So zeige sich beispielsweise, dass die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Einzelhandel der Stadt Neumünster zwischen März 2012 und März 2015 um etwa zwölf Prozent auf rund 3400 angestiegen sei, sagte Balzer.

Positive Auswirkungen auf die gesamte Stadt

Zudem habe sich bei der Untersuchung der Sortimente herausgestellt: „Es gibt keine Veränderungen im Besatz, dafür aber bereits seit 2006 eine Zunahme der Verkaufsfläche in der Untersuchungsregion um knapp 100000 auf jetzt 366000 Quadratmeter. Am meisten profitiert hat davon der Bekleidungssektor“, sagte Stefan Kruse, Geschäftsführer des beauftragten Forschungsinstituts. Auch sei laut Kruse festzuhalten, dass sich die Zahl der leerstehenden Geschäfte seit 2006 von 40 auf jetzt 20 zurückgegangen sei. „Negative städtebauliche Veränderungen sind deshalb aus unserer Sicht nicht zu beobachten.“


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Kruse nannte als ein „Positivbeispiel“ die im Oktober 2015 eröffnete Holsten-Galerie in Neumünsters Innenstadt. Weiterhin habe die Ansiedlung des Designer Outlets mit derzeit 130 Geschäften und knapp 1000 Arbeitsplätzen weitere „positive Beieffekte“ nach sich gezogen. Die Zahl der Übernachtungen in der Stadt an der Schwale sei von 116000 auf 155000 gestiegen, gleichzeitig seien trotz gesteigerter Besucherzahlen im DOC die gemessenen Besucherströme in der Innenstadt rund um den Großflecken nicht weniger geworden. Für OB Tauras steht damit fest: „Das Center ist ein Magnet für Touristen und gleichzeitig ein Jobmotor für die Region.“

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Ein Artikel von
Jan von Schmidt-Phiseldeck
Wirtschaftsredaktion

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