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OfficeKey hat Schlüssel zu mehr Sicherheit

Start-Up aus Schleswig OfficeKey hat Schlüssel zu mehr Sicherheit

Bei der Computermesse Cebit in Hannover stand das Thema IT-Sicherheitganz oben auf der Agenda. Erstmals mit dabei auf dem gemeinsamen Schleswig-Holstein-Stand: das Schleswiger Start-up OfficeKey, das nach eigenen Angaben eine weltweit einmalige und kaum zu knackende Datenverschlüsselungslösung präsentierte.

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Kleiner Schlüssel, hohe Datensicherheit: Sven Hering, Geschäftsführer von OfficeKey, ist vom Erfolg seines Produktes überzeugt. „Unsere Lösung ist auf der Cebit auf sehr großes Interesse gestoßen.“

Quelle: Uwe Paesler

Schleswig. „Wir haben viele Kontakte knüpfen können und bereits die ersten ernsthaften Anfragen von Unternehmen. Das war ein toller Erfolg“, sagt OfficeKey-Geschäftsführer Sven Hering. In den vergangenen drei Jahren hat die OfficeKey GmbH & Co. KG, die aus einem IT-Systemhaus, einer Medienagentur und einem Consulting-Unternehmen besteht, die Verschlüsselungstechnologie zur Serienreife entwickelt.

 Nach einer gescheiterten Crowdfunding-Kampagne 2014 stieg ein Investor aus Flensburg im Juni 2015 ins Unternehmen ein. „Am Markt gab es zu diesem Zeitpunkt keine gängige Verschlüsselungssoftware, die zentral eingesetzt werden konnte und für Anwender logisch und einfach aufgebaut war. Das wir hier den richtigen Nerv trafen, zeigte sich spätestens im Sommer 2013 nach den Enthüllungen des Whistleblowers Edward Snowden”, sagt Hering.

 Insgesamt 450000 Euro, darunter etwa die Hälfte aus Fördermitteln des Wirtschaftsministeriums, haben die Entwickler des Schleswiger Start-ups bislang in die OfficeKey-Produktreihe gesteckt, die aus einem kleinen USB-Schlüssel, einer Box für Unternehmen und einer Mobile-App besteht und zudem fortlaufend weiterentwickelt wird. „Wir können damit eine sichere mobile Lösung anbieten, die auf allen Plattformen eingesetzt werden kann“, sagt Hering.

 Denn während andere Verfahren durchaus ausgespäht werden können, auf Authentifizierungsverfahren mit Zertifikaten basiert und oftmals das Internet als Übermittlungsträger notwendig macht, basiert das Schleswiger Verfahren auf einer in sich geschlossenen und entkoppelten Verschlüsselungslösung. Notwendig ist lediglich eine Hardwarekomponente über einen Stick und eine geheime Pin-Nummer – „das System ist dabei so einzigartig wie ein Fingerabdruck“.

 So können beispielsweise sensible Patientendaten geschützt übertragen werden. „Ärzte und Rechtsanwälte sind beispielsweise sehr interessiert daran, wie innerhalb eines Verbundes mit unserem Produkt größtmögliche Datensicherheit gewährleistet werden kann“, erläutert Hering. Dabei spiele auch die einfache Anwendung eine große Rolle: „Wir kommen ohne einen Wust an Passwörtern aus. Zudem werden keine auslesbaren Daten zum Beispiel auf einem Handy gespeichert, die ausgelesen oder abgefangen werden können.“

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Ein Artikel von
Jan von Schmidt-Phiseldeck
Wirtschaftsredaktion

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