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Verdi ruft erneut zu Warnstreik auf

Omnibusgewerbe im Norden Verdi ruft erneut zu Warnstreik auf

Erneut legen zahlreiche private Busfahrer in Schleswig-Holstein ihre Arbeit nieder. Am siebten Warnstreik beteiligen sich laut Gewerkschaft rund 1000 von ihnen. 48 Stunden lang soll der Protest dauern.

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Schüler und Pendler müssen am Dienstag erneut mit Behinderungen im Busverkehr rechnen.

Quelle: dpa

Kiel. Busfahrer des privaten Busgewerbes in Schleswig-Holstein sind am Dienstag erneut in Warnstreiks getreten. Betroffen waren nach Angaben der Gewerkschaft Verdi Linienbusse sowie Schulbusse im ganzen Land. Am Warnstreik beteiligten sich erneut rund 1000 Busfahrer, wie Verdi-Verhandlungsführer Gerhard Mette der Deutschen Presse-Agentur sagte. Um 2.15 Uhr hatten die ersten Arbeitnehmer demnach in Kiel die Arbeit niedergelegt. Schüler und Pendler müssen bis Betriebsschluss am Donnerstagmorgen mit Behinderungen rechnen, denn die Warnstreiks sollten 48 Stunden andauern.

Als „Panikaktion der Arbeitgeber“ bezeichnete Mette vom Unternehmen Dahmetal ausgesprochene Abmahnungen für Busfahrer und ähnlich lautende Androhungen mehrerer Tochterunternehmen des Nahverkehrsanbieters Transdev, der zum französischen Konzern transdev Société gehört, sowie von Autokraft an der schleswig-holsteinischen Westküste. „Wir wollen eine Angleichung der Gehälter zu den Busfahrern von kommunalen Arbeitgebern“, sagte Mette. Die unterschiedliche Bezahlung sei „überhaupt nicht erklärlich“.

Der Omnibusverband Nord (OVN) lehnte den erneuten Warnstreik vor der nächsten Verhandlungsrunde am Donnerstag ab. „Nicht jeder Streik führt zu einem verbesserten Angebot“, sagte OVN-Geschäftsführer Joachim Schack der Deutschen Presse-Agentur. Der Ausstand „verhärtet eher die Fronten“.

Schack ging davon aus, dass die betroffenen Unternehmen versuchten, die Ausfälle möglichst gering zu halten und „bedeutsame Linien“ so gut wie möglich zu bedienen. „Wir haben zudem Hinweise, dass die Bereitschaft zu streiken, deutlich abnimmt.“ Das gelte auch für Gewerkschaftsmitglieder.

Die Gewerkschaft Verdi, die zum Streik aufgerufen hatte, fordert im Schnitt 250 Euro mehr Geld pro Monat für die Angestellten des Omnibusverbandes. Ziel sei es, den Lohnabstand zu den Busfahrern von kommunalen Arbeitgebern zu verringern. Der Arbeitgeberverband hält die Forderungen für unangemessen und nicht finanzierbar.

Schon am Donnerstag und Freitag der vergangenen Woche hatte es Warnstreiks der Busfahrer gegeben.

Von dem inzwischen siebten Warnstreik waren neben der Autokraft das Busunternehmen Dahmetal unter anderem die Transdev-Töchter NVB Niebüll sowie Rohde Husum und Eutin betroffen.

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