20 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Otto soll expandieren

Neuer Vorstand Otto soll expandieren

Die Otto Group steht vor tiefgreifenden Veränderungen und vor stürmischen Wachstum – wenn die Zukunftspläne des Vorstands Wirklichkeit werden. Der internationale Handels- und Dienstleistungskonzern will sich neu erfinden.

Voriger Artikel
Studenten berechnen Milliarden-Verluste
Nächster Artikel
Kartellamt durchkreuzt Korvettenpläne

Alexander Birken, Vorstandsvorsitzender der Otto Group,  stellt die Bilanz für das Geschäftsjahr 2016 vor.

Quelle: Christophe Gateau

Hamburg. In den kommenden sechs Jahren soll der Umsatz der Gruppe von heute 12,5 auf 17 Milliarden Euro steigen, sagte der neue Vorstandschef Alexander Birken am Mittwoch in Hamburg. Das entspreche einem jährlichen Umsatzwachstum von rund 800 Millionen Euro bis zum Geschäftsjahr 2022/23.

Um diese ehrgeizigen Ziele zu erreichen, brauche die Otto Group „begeisterte Kunden“. Birken: „Wir wollen Maßstäbe setzen, und die Zufriedenheit der Kunden steht für uns im Vordergrund.“ Dazu gehöre zum Beispiel, die deutsche Einzelgesellschaft Otto zu einer großen Handelsplattform auszubauen, die fünf bis zehn Millionen verschiedene Artikel anbiete. Heute sind es gut zwei Millionen.

Nicht Amazon oder Alibaba nachahmen

„Wir werden keine anderen Plattformen nachahmen, weder Amazon noch Alibaba“, sagte Birken. Es gehe darum, „die Kunden zu begeistern mit der besten verfügbaren Technologie und dem besten Service“. Nur so lasse sich die Kundenbasis von weltweit 31 Millionen Menschen verbreitern. Dabei trete Otto zunächst in eine Investitionsphase ein, doch sei mittelfristig mit steigender Profitabilität zu rechnen.

Mit der Umsetzung der Strategie sei auch mit Hunderten oder auch Tausenden neuen Arbeitsplätzen zu rechnen. Im vergangenen Geschäftsjahr erhöhte sich die Zahl der Otto-Mitarbeiter weltweit um rund 150 auf 49750, in Deutschland um rund 800 auf 26650.

Die Umsätze der Otto Group stiegen um 3,4 Prozent auf 12,5 Milliarden Euro und auch die Ertragskraft nahm zu. Nach Steuern blieb ein Gewinn von 41 Millionen Euro, nach einem Verlust von 190 Millionen Euro im Vorjahr.Umsatztreiber des Konzerns ist seit Jahren der elektronische Handel über das Internet (E-Commerce).

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten: Wirtschaft 2/3