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Payone wächst weiter stark

Kiel Payone wächst weiter stark

Im Dezember sind die Sparkassen bei der Kieler Payone GmbH eingestiegen. Das Unternehmen, Spezialist für Online-Zahlungen, gehört seit Jahren zu den wachstumsstärksten Unternehmen Deutschlands. Und es hat auch in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres diesen Kurs fortgesetzt.

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Payone gehört seit Jahren zu den wachstumsstärksten Unternehmen Deutschlands: die Geschäftsführer Frederic Zitscher und Jan  Kanieß.

Quelle: Thomas Faust

Kiel. „Wir haben seit Januar 15 neue Mitarbeiter gewinnen können und werden in den nächsten sechs Monaten weitere 15 bis 20 einstellen“, berichtet Geschäftsführer Frederic Zitscher. Derzeit sind rund 100 Mitarbeiter bei Payone beschäftigt, die meisten am Standort im Kieler Wissenschaftspark. Payone sucht vor allem im Vertrieb und im technischen Bereich nach Personal; das sei zum Teil eine große Herausforderung – speziell bei Software-Entwicklern, berichtet Zitscher. Und er geht davon aus, dass Payone seinen Wachstumskurs auch in den kommenden Jahren fortsetzen wird: „Wir haben daher einen nachhaltigen Bedarf an Personal.“ Und oft sind die passenden Fachkräfte am Markt nicht zu finden, weil bei Payone „interdisziplinäre Anforderungen“ benötigt werden: Mitarbeiter müssen Know-how und Verständnis für die IT-Welt und für die Banken-Welt haben.

Denn Payone entwickelt und betreibt für Online-Zahlungssysteme für rund 3000 Kunden, die im Internet-Handel bzw. E-Commerce tätig sind, darunter so große und namhafte wie Zalando, Sony Music, Globetrotter oder Hallhuber. Das Kieler Unternehmen wickelt 30 nationale und internationale Zahlungsarten (Vorkasse, Kreditkarte, Paypal, Rechnung, Ratenkauf usw.) für seine Kunden ab und übernimmt auch das Risikomanagement, um Zahlungsausfälle oder Betrug so gering wie möglich zu halten. Darüber hinaus bietet Payone weitere Dienstleistungen an.

Vor kurzem hat das Unternehmen von der Bankenaufsicht Bafin die Zulassung als Zahlungsinstitut erhalten, das sei so etwas wie eine „kleine Bankenlizenz“, erläutert Zitscher. Und damit wurde eine gute Voraussetzung für weiteres Wachstum geschaffen. Payone kann nun wesentliche Zahlungsvorgänge selbst abwickeln und muss keine Bank oder Kreditkartengesellschaft mehr dazwischenschalten. „Kunden können wir damit einen Service aus einer Hand anbieten“, erklärt der Geschäftsführer, der zusammen mit Jan Kanieß, ebenfalls Geschäftsführer, vor zwölf Jahren die Firma gründete. 80 Prozent der Anteile übernahm nun die Sparkassen-Gruppe über den Deutschen Sparkassenverlag; die Gründer halten jeweils noch zehn Prozent. Die Sparkassen wollen mit Hilfe ihrer neuen Kieler Tochter Geschäftskunden ansprechen. Payone soll beispielsweise zusammen mit der Sparkassen-Tochter B+S Card Service neue Angebote in Segment des bargeldlosen Zahlungsverkehrs entwickeln.

Die Bafin-Zulassung und der Ausbau der Kooperationen im Sparkassensektor sind aktuell die Wachstumstreiber, Schwerpunkt ist noch der deutsche Markt. Aber mittelfristig wird Payone sich im Ausland stärker engagieren. „Wir werden da zunächst mit unseren Kunden mitgehen, aber sicher auch Partnerschaften zu Banken und Telekommunikationsunternehmen aufbauen“, so Zitscher. Neue Chancen ergeben sich auch durch das Zusammenwachsen von Online-Bezahlmodellen mit stationären und mobilen Systemen. Und schließlich halten die Kieler auch nach geeigneten Zukäufen im In- wie Ausland Ausschau. „Wir haben gemeinsam mit den Sparkassen Großes vor“, sagen Zitscher und Kanieß.

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