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Pharmariese Merck baut auf Schleswig-Holstein

Standort Reinbek Pharmariese Merck baut auf Schleswig-Holstein

42 Millionen Euro hat der Pharmariese Merck in seinen Standort Reinbek investiert. Am Donnerstag feierte die Konzerntochter Allergopharma GmbH & Co.KG mit vielen Gästen – darunter auch Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) – die Einweihung einer neuen biopharmazeutischen Produktionshalle.

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Erfüllt strengste Reinraum-Standards: neue Abfüllanlage für Allergie-Präparate bei Allergopharma in Reinbek.

Quelle: hfr

Reinbek. Investitionen in einen Standort sind immer gut, und im Fall Allergopharma ist der Neubau die Voraussetzung für weiteres Wachstum. Hätte es am 48 Jahre bestehenden Standort keine Möglichkeit gegeben, das Projekt zu verwirklichen – die Zukunftschancen Reinbeks hätten erheblich gelitten. Und so würdigte Regierungschef Torsten Albig die Investition als „Meilenstein für die Zukunftsbranche Pharmaindustrie in Schleswig-Holstein“. Die Erweiterung sei ein „kraftvolles Bekenntnis“ zum Standort.

 Die neue Produktionshalle ist insgesamt 6000 Quadratmeter groß. Im Erdgeschoss befinden sich auf rund 2000 Quadratmetern die vollverglasten Reinräume, in denen das Unternehmen künftig seine Produkte zur sogenannten kausalen Therapie von Allergien herstellt. Den Grundstein für den Neubau hatte Merck bereits im Dezember 2013 gelegt. Das Gebäude selbst war schon relativ schnell fertig, die technische Ausstattung jedoch kostete Zeit, zumal Teile der Anlagen eigens für Merck hergestellt wurden.

 „Mit dieser Investition unterstützt Merck den Standort Reinbek, um das Allergiegeschäft global weiter auszubauen“, sagte Simon Sturge, Chef des Merck-Unternehmensbereiches Healthcare. Mit den neuen Kapazitäten reagiere man auch auf immer strengere Standards für die Pharmaproduktion auf europäischer und US-amerikanischer Ebene. Aus Sicht von Allergopharma-Geschäftsführer Marco Linari ist die neue biopharmazeutische Produktion ein „technologischer Quantensprung“, der letztlich auch Innovationen zur Verbesserung von Therapien sichere.

 Allergopharma mit insgesamt 600 Mitarbeitern, darunter 500 in Reinbek, liefert aktuell in weltweit 18 Länder und ist nach eigenen Angaben führend in der sogenannten Spezifischen Immuntherapie (Hyposensibilisierung, Desensibilisierung, Impfung) gegen Allergien wie Heuschnupfen oder allergisches Asthma. Gegründet wurde das Unternehmen 1969 unter Führung der Hermal-Chemie Kurt Herrmann KG. Seit Mitte der 80er-Jahre gehört das Unternehmen zu Merck. Der Konzern mit Sitz in Darmstadt ist in 66 Ländern aktiv und erwirtschaftet einen Umsatz von fast 13 Milliarden Euro.

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Ein Artikel von
Ulrich Metschies
Wirtschaftsredaktion

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