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Poststreik bringt Fristverlängerung

Prokon-Wertpapierbesitzer Poststreik bringt Fristverlängerung

Tage der Entscheidung für die insolvente Windenergiefirma Prokon: In der nächsten Woche beschließen rund 75 000 Anleger, was aus ihr werden soll. Eine verlängerte Frist verschafft ihnen noch etwas Luft.

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Wegen des Poststreiks hat der Insolvenzverwalter von Prokon eine wichtige Frist für die Inhaber von Genussrechten an der angeschlagenen Windenergiefirma verlängert.

Quelle: dpa

Hamburg/Bonn. Wegen des Poststreiks hat der Insolvenzverwalter von Prokon eine wichtige Frist für die Inhaber von Genussrechten an der angeschlagenen Windenergiefirma verlängert. Anleger, die sich weiter an Prokon als Genossenschaft beteiligen wollen, können noch bis zum 1. Juli eine entsprechende Zustimmungserklärung einsenden, teilte Insolvenzverwalter Dietmar Penzlin am Freitag in Hamburg mit.

Eine Abgabe der Unterlagen sei auch noch direkt vor dem Beginn der Gläubigerversammlung am 2. Juli in den Hamburger Messehallen möglich. Die Frist war ursprünglich bis zu diesem Freitag vorgesehen. Rund 75 000 Anleger sollen in der nächsten Woche darüber entscheiden, ob Prokon in eine Genossenschaft umgewandelt wird.

Alternativ liegt ein Übernahmeangebot des Karlsruher Energiekonzerns EnBW vor. Dieser bekräftigte am Freitag angesichts einer Quotenveränderung im Prokon-Insolvenzplan, an dem angebotenen Kaufpreis von 550 Millionen Euro festzuhalten.

Die Insolvenzverwaltung teilte mit, die geschätzte Gläubigerquote - dies ist der Anteil der bedienbaren Forderungen an der gesamten Insolvenzmasse des Unternehmens — um 1,1 Prozentpunkte auf 57,8 Prozent verringert zu haben. Grund hierfür seien aktuelle Neubewertungen eines Prokon-Projekts in Finnland. Wird keine der Alternativen angenommen, wäre auch eine Auflösung von Prokon möglich.

Nach Angaben des Insolvenzverwalters sind bisher rund 36 000 Zustimmungserklärungen für das Genossenschaftsmodell eingegangen. Sie würden derzeit geprüft. Bei einer durchschnittlichen Anlage-Summe von bisher rund 20 000 Euro pro Wertpapierbesitzer stünden so rein rechnerisch etwa 720 Millionen Euro an Kapital bereit.

Somit ist es wahrscheinlich, dass es zur Abstimmung über diese Variante kommt. Erforderlich dafür sind nominal 660 Millionen Euro.

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