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Ryanair baut in Hamburg kräftig aus

Luftverkehr Ryanair baut in Hamburg kräftig aus

Die irische Fluggesellschaft will ab dem kommenden Sommer fünf weitere Ziele von Fuhlsbüttel aus anfliegen. Außerdem werden die Frequenzen auf den bestehenden Strecken erhöht. Ryanair investiert - auch weil Easyjet sein Angebot zusammenstreicht.

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Diese Boeing 737-800 von Ryanair, die auf dem Vorfeld steht, ist am Hamburger Flughafen dauerhaft stationiert. Bald werden fünf neue Strecken bedient.

Quelle: Daniel Bockwoldt

Hamburg. Was in Fuhlsbüttel passiert, hätte vor zehn Jahren noch kein Fluggast für möglich gehalten: Ryanair baut sein Angebot kräftig aus. Gleich fünf neue Verbindungen soll es ab dem Sommerflugplan im kommenden Jahr geben, zudem werden die Frequenzen auf bestehenden Strecken erhöht. „Hamburg ist für uns einer der spannenderen Standorte“, sagte Ryanair-Chef Michael O'Leary, der am Donnerstag aus Berlin angereist war.

Ab dem Sommer 2018 sollen diese Verbindungen dazukommen: Flüge nach Edinburgh (viermal wöchentlich), Marrakesch (zweimal wöchentlich), zum Flughafen Sandefjord-Torp, 120 km südlich von Oslo (zweimal wöchentlich), nach Sevilla (zweimal wöchentlich) und nach Treviso, etwa 40 Kilometer nördlich von Venedig (dreimal wöchentlich). Darüber hinaus soll es mehr Flüge nach Dublin (täglich) und Malaga (viermal wöchentlich) geben.

Zehn Prozent des Passagieraufkommens

Unverändert bleibt das Angebot nach Barcelona (täglich), Lissabon (täglich), London (zweimal täglich) und Palma de Mallorca (zweimal täglich). Ryanair hat sich eine ehrgeizige Marke gesetzt: 1,7 Millionen Passagiere wolle man im nächsten Jahr ab Hamburg befördern, was in etwa zehn Prozent des Gesamtaufkommens in Fuhlsbüttel entspricht.

O'Leary sieht aufgrund verbesserter Angebote und des Wettbewerbs in Hamburg noch gute Wachstumschancen, erklärte der Ryanair-Chef, und verspricht, dies werde „indirekt“ 1300 Arbeitsplätze schaffen.

Noch dominieren etablierte Fluggesellschaften

In Hamburg dominieren aber die etablierten Fluggesellschaften. Im Jahr 2015 hatten Lufthansa, British Airways oder Air France und Co. noch einen Marktanteil von 80 Prozent, derjenige der Billigflieger – unter anderem Easyjet, Ryanair und Norwegian – lag insgesamt bei 13,4 Prozent.

Doch jetzt gibt es in Hamburg gleich zwei Lücken, in die Ryanair springen kann. Erst im Juni hatte die britische Easyjet angekündigt, sich zum großen Teil aus Fuhlsbüttel zurückziehen zu wollen. Die zweite Lücke, in die Ryanair stoßen kann, ist die immer noch unklare Zukunft der insolventen Air Berlin und die Auswirkungen, die das für das Streckennetz ab Hamburg hat.

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