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SLM Solutions Group wächst in Riesensprüngen

3D-Druck startet durch SLM Solutions Group wächst in Riesensprüngen

Der 3D-Druck gilt als eine der zentralen Technologien der Zukunft. Und er ist schon jetzt ein großes Wachstumsfeld. Die Lübecker SLM Solutions Group AG ist ein führendes Unternehmen im Metall-3D-Druck – und derzeit mit ihren Maschinen enorm erfolgreich am Markt. 2015 hat SLM den Umsatz fast verdoppelt.

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Blick in die Lübecker Fabrikation. Die Zahl der Mitarbeiter hat sich zwischen 2011 und 2014 auf 150 verdreifacht.

Quelle: hfr

Lübeck. Die Kunden von SLM kommen aus der ganzen Welt. Schwerpunkt ist zwar noch Europa, doch die 3D-Druck-Maschinen aus Lübeck werden auch in Asien und in Amerika stark nachgefragt. Etwa zwei Drittel des Umsatzes erwirtschaftet SLM im Export – und das Auslandsgeschäft wird weiter ausgebaut. SLM hat viele „blue chips“ unter seinen Kunden, also die ersten Adressen der Weltwirtschaft, unter anderem General Electric, Alstom, Siemens, Airbus und die Nasa.

 Bereits 2014 war der Umsatz um 56 Prozent auf 33,6 Millionen Euro angestiegen. Doch im vergangenen Jahr hat das Unternehmen dieses hervorragende Ergebnis noch einmal übertroffen. Im gesamten Jahr 2015 stieg der Umsatz um 96 Prozent auf knapp 66 Millionen Euro, teilte SLM auf der Basis vorläufiger Berechnungen mit. Erwartet hatte das Unternehmen einen Umsatz von 55 bis 60 Millionen Euro, wie Finanzvorstand Uwe Bögershausen sagte. Auch der Auftragseingang habe die Erwartungen mehr als erfüllt: Mit 102 Bestellungen sei das Ziel von 100 Maschinen „gut erreicht“ worden, so Bögershausen. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn (vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) betrug 7,7 Millionen Euro, im Vorjahr waren es 4,5 Millionen Euro gewesen. Das Ergebnis wäre höher ausgefallen, doch SLM hat viel Geld in sein weltweites Vertriebs- und Servicenetzwerk investiert. Unter anderem hat das Unternehmen zwei Tochtergesellschaften in Shanghai und in Moskau gegründet.

 Es sei das Ziel, SLM zu einem ganzheitlichen Lösungsanbieter zu entwickeln, sagt Vorstandschef Markus Rechlin. SLM Solutions entwickelt und produziert Maschinen im Bereich des Vakuum- und Metallgießens sowie des sogenannten selektiven Laserschmelzens, auch SLM genannt, abgekürzt nach dem englischen Begriff. Diese Technologie trägt das Wachstum. Mit Hilfe der 3D-Drucker aus Lübeck können aus Metallpulver die unterschiedlichsten Teile „gedruckt“ werden. Die Lübecker liefern außerdem das Pulver und andere Verbrauchsmaterialien, sie beraten die Kunden aber auch in der Konstruktion der Bauteile. Anfang des Monats hat das Unternehmen ein Gemeinschaftsunternehmen mit der österreichischen CADS GmbH gegründet, um gemeinsam eine neue Konstruktionssoftware für den 3D-Druck zu entwickeln. Ziel von SLM ist es, diese Bereiche zum zweiten Standbein neben der Maschinenproduktion aufzubauen.

 Aufgrund der guten Auftragslage geht der Vorstand auch in diesem Geschäftsjahr von einem starken Wachstum aus. Angepeilt wird ein Umsatz von mindestens 85 bis 90 Millionen Euro, der Gewinn soll überproportional wachsen.

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