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SLM Solutions kappt Umsatzprognose für 2016

Wirtschaft SLM Solutions kappt Umsatzprognose für 2016

Der Lübecker 3D-Drucker-Hersteller SLM Solutions rechnet wegen der gescheiterten Übernahme durch den US-Konzern General Electric (GE) mit einem schwächeren Wachstum in diesem Jahr als zuvor gedacht.

Lübeck. Es werde ein Umsatz zwischen 75 bis 80 Millionen Euro erwartet, teilte das Unternehmen am Donnerstag nach Börsenschluss mit. Damit werde das Wachstum im Vorjahresvergleich zwischen 13 bis 21 Prozent liegen und somit im Branchenvergleich voraussichtlich hinterherhinken.

Bislang war das Unternehmen für 2016 von einem Umsatz zwischen 85 und 90 Millionen Euro ausgegangen. Den Gewinn vor Zinszahlungen, Steuern und Abschreibungen sieht SLM im positiven einstelligen Bereich.

Die Konzernspitze führt die Verschlechterung auf die gescheiterten Übernahmeverhandlungen mit GE zurück. "Der Übernahmeversuch und die damit einhergehende Verunsicherung der Märkte haben dazu geführt, dass sich Kundenprojekte ins nächste Jahr verschoben haben", sagte Firmenchef Markus Rechlin. Zudem kann das Unternehmen voraussichtlich erhoffte Skaleneffekte nicht realisieren. Man sehe den Übernahmeversuch andererseits aber auch als Bestätigung der Bedeutung der eigenen Technologien.

Die angedachte Übernahme durch GE war im Oktober geplatzt. Nach Ablauf der offiziellen Annahmefrist konnte GE nicht die erforderliche Stimmenzahl erhalten. Störfeuer hatte bis zuletzt der Finanzinvestor Paul Singer gesendet, der mit seinem Hedgefonds Elliott gut 20 Prozent der Anteile erworben hatte. Singer klinkt sich gerne bei Unternehmen ein, die vor einer Übernahme stehen und pokert auf einen höheren Preis.

dpa

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