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Wieder Wasser unterm Kiel

Scandlines-Umbau in Odense Wieder Wasser unterm Kiel

Die beiden Problemfähren „Berlin“ und „Copenhagen“ sind bei der Fayard Werft in Munkebo bei Odense wieder aufgeschwommen. Innerhalb eines halben Jahres hatte die dänische Werft im Auftrag der Reederei Scandlines die Fähren umgebaut.

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Die beiden Scandlines-Fähren schwimmen wieder.

Quelle: Scandlines

Odense. Die jeweils 169 Meter langen Schiffe waren 2010 bis 2012 von der Volkswerft in Stralsund für die Reederei Scandlines gebaut worden. Beim Bau traten aber erhebliche Verzögerungen auf. So waren die Fähren jeweils 200 Tonnen zu schwer und hatten große Probleme mit der Elektrotechnik. Die Volkswerft ging während der Bauphase ins Insolvenzverfahren und musste den Weiterbau einstellen.

Die Reederei Scandlines kaufte 2014 die unfertigen Schiffe und ließ sie zuerst durch den Nord-Ostsee-Kanal nach Hamburg schleppen. Bei der Werft Blohm + Voss wurde dann ein Umbaukonzept erarbeitet. Der Auftrag für diesen Umbau erging an die Werft Fayard bei Odense. Schlepper zogen beide Fähren im Juli von Hamburg nach Dänemark.

Bei der Werft auf der Insel Fünen wurden erhebliche Umbauarbeiten vorgenommen. Große Teile der Aufbauten wurden entfernt. Passagiereinrichtungen mussten zu Reduzierung des Gewichts abmontiert werden. Auch die Kommandobrücken wurden erneuert.  Die dänische Werft bedient sich bei dem Umbau der Hilfe des in Kiel im Knooper Weg ansässigen Ingenieurbüros Blohm + Voss Shipyards & Services GmbH.  Bis zum Herbst sollen beide Fähren jetzt an der Werftpier ausgerüstet werden.

Danach will die Reederei Scandlines beide Schiffe auf der Route Rostock-Gedser in Dienst stellen. Es sollen dann die umweltfreundlichsten Passagierfähren auf der Ostsee sein.  Aus beiden Schiffen war zuvor ein Dieselmotor entfernt worden, um Platz für das nach Reedereiangaben bahnbrechende batteriegetriebene Hybrid-Antriebssystem von Scandlines zu schaffen. Die beiden Motoren werden übrigens weiterverwertet und auf zwei Fähren der Strecke Puttgarden-Rødby eingesetzt. 

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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