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Schafzüchter in Sorge über den Wolf: Hauptversammlung

Agrar Schafzüchter in Sorge über den Wolf: Hauptversammlung

Die Schafzüchter in Schleswig-Holstein machen sich Sorgen über die Ausbreitung des Wolfes im nördlichsten Bundesland. "Man muss überlegen, wie viele Wölfe wir in Schleswig-Holstein vertragen können", sagte die Geschäftsführerin des Landesverbandes der Schaf- und Ziegenzüchter, Janine Bruser.

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Die Schaf- und Ziegenzüchter beraten zum Thema «Wolf».

Quelle: S. Pförtner/Archiv

Groß-Wittensee. Das Landwirtschafts- und Umweltministerium habe darauf bisher noch keine zufriedenstellende Antwort gefunden. Der Umgang mit Wölfen ist eines der zentralen Themen auf der Jahreshauptversammlung des Verbandes in Groß-Wittensee. Wenn die Zahl der Wölfe so bliebe wie bisher, könnten die Schafhalter damit leben, sagte Bruser. "Aber wenn es wesentlich mehr werden, dann muss man sich, denke ich, entscheiden, ob man Schafhaltung will oder den Wolf." Beides werde auf Dauer nicht gehen.

In Schleswig-Holstein gibt es laut Verband etwa 1900 Schafhalter, die sich um rund 200 000 Schafe kümmern. Dazu kommen nach Angaben der Landwirtschaftskammer jedes Jahr rund eine Viertelmillion Lämmer. Rund 200 können davon leben, die meisten halten die Tiere im Nebenerwerb. "Das wäre schaden, wenn die aufgeben", findet Bruser. Schafe seien wichtig für den Küstenschutz und die Landschaftspflege. Und auch für das Image des Landes. "Ich kenne kaum eine Tourismusbroschüre, die nicht mit Schafen auf dem Deich oder vor Rapsfeldern wirbt", sagte Bruser. Doch wenn der Wolf sich in Schleswig-Holstein ausbreitet, könnte dieses Bild bald Risse kriegen, so die Befürchtung. "Beides wird nicht funktionieren."

dpa

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