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Schiffe sind voll zu Ferienbeginn

Kreuzfahrt Schiffe sind voll zu Ferienbeginn

Die Kreuzfahrt ist gefragt wie kaum eine andere Urlaubsform: Besonders in Deutschland sind Traumschiffe weiter im Aufwind - daran konnte auch die Havarie der „Costa Concordia“ Anfang 2012 vor der Insel Giglio nichts ändern. Die großen Reedereien melden zum Ferienbeginn in Schleswig-Holstein volle Schiffe.  

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Pünktlich zu Beginn der Ferienzeit in Schleswig-Holstein sind die Kreuzfahrtschiffe (hier die MSC Opera) fast komplett ausgebucht.

Quelle: Behling (Archiv)

Kiel. Von einer Krise ist bei den drei großen Anbietern nichts zu spüren. „Unsere Schiffe sind mit Ferienbeginn jetzt alle knallvoll. Es gibt nur vereinzelt noch freie Kabinen“, sagt Hansjörg Kunze, Sprecher der Reederei AIDA Cruises aus Rostock. Der Marktführer in Deutschland hat 2012 erstmals mehr als 16.000 Passagierbetten auf neun Schiffen – und rechnet für dieses Jahr mit zweistelligem Wachstum bei den Buchungszahlen. Die Havarie der „Costa Concordia“ mit Toten und Verletzten und die folgenden Diskussionen über die Sicherheit und die Umweltbelastungen habe die Reederei nur im Januar und Februar in eine schwierige Phase gebracht, so Kunze. Mit der Sommersaison sei man aber wieder auf Erfolgskurs.

„Wir sind mit den Passagierzahlen im Sommergeschäft 2012 sehr zufrieden und werden unsere gesteckten Ziele erreichen“, sagt Kunze. AIDA hatte 2011 insgesamt 584.000 Urlauber über die Meere gefahren, was ebenfalls einem zweistelligen Zuwachs entspricht. Beim Wettbewerber TUI Cruises in Hamburg sieht es ähnlich aus. Das Unglück der „Costa Concordia“ habe sich auf die Buchungssituation bei TUI Cruises nicht negativ ausgewirkt. „Mit den Buchungen für diese und nächste Saison im Sommer 2013 sind wir sehr zufrieden“, sagt Godja Sönnichsen, Sprecherin von TUI Cruises.

Bei der Hamburger Traditionsreederei Hapag-Lloyd Kreuzfahrten waren die Unglücksmeldungen mitten in die Planungen für zwei neue Schiffe geplatzt – erstmals ist Hapag-Lloyd mit der „Columbus 2“ auch im Familiensegment unterwegs. „Das Costa-Unglück hat kundenseitig zu keinen Irritationen geführt“, so eine Sprecherin von Hapag-Lloyd. Wie bei der Neustädter Reederei Deilmann hat Hapag-Lloyd viele Stammkunden. „Die haben Vertrauen in unser Unternehmen und die Standards und Qualität“, so die Sprecherin.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH