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Reeder werden entlastet

Schifffahrt Reeder werden entlastet

Die Politik hat geliefert und Schiffe unter deutscher Flagge steuerlich entlastet. Nun sind die Reeder am Zug und müssen die Beschäftigung deutscher Seeleute sichern.

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Deutsche Reeder werden künftig bei der Lohnsteuer komplett entlastet.

Quelle: Angelika Warmuth/dpa

Berlin. Bundestag und Bundesrat haben am Donnerstag und Freitag eine Entlastung der deutschen Schifffahrt beschlossen. Sie billigten einen Gesetzentwurf, nach dem die Reeder künftig nicht mehr 40, sondern 100 Prozent der Lohnsteuer für ihre Seeleute behalten dürfen. Mit dieser Regelung passt sich Deutschland an ähnliche Gesetze an, die zum Beispiel in Dänemark oder den Niederlanden gelten.

„Deutsche Seeleute brauchen im harten internationalen Wettbewerb die gleiche Unterstützung wie ihre Nachbarn“, sagte Alfred Hartmann, Präsident des Verbandes Deutscher Reeder (VDR), am Freitag in Hamburg.

Initiative kam aus Hamburg

Die Entlastung der Reeder war von Hamburg als Initiative in den Bundesrat eingebracht worden. Damit sollen die Kosten für die deutsche Flagge gesenkt und die Beschäftigung gesichert werden. „Die Reedereien stehen nun im Hinblick auf die deutlich erhöhte finanzielle Förderung in der Verantwortung, ihren Beitrag für Ausbildung und Beschäftigung in der deutschen Seeschifffahrt zu leisten“, erklärte der Hamburger Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos). Man brauche ein klares Bekenntnis zur deutschen Flagge, damit jungen Menschen Berufschancen eröffnet werden könnten. Das hatte bereits Kanzlerin Angela Merkel bei der Nationalen Maritimen Konferenz im Oktober 2015 gesagt.

Hartmann erklärte, die Reeder würden die Verantwortung unverzüglich mit aller Kraft annehmen, sobald die Gesetze in Kraft seien. Ein weiterer notwendiger Schritt sei die Anpassung der Vorgaben für die Schiffsbesatzungen auf den europäischen Standard. Das sei auf einem guten Weg.

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