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Warnung: Abzocke bei Immobilien

Verbraucherzentrale Warnung: Abzocke bei Immobilien

Die Suche nach einer Mietwohnung oder einem neuen Haus über große Immobilienportale wird offenbar für eine neue Abzocke genutzt. Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein warnt: Was einem die vermeintlichen Eigentümer auch erzählen – niemals Geld vorab überweisen!

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Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein warnt vor Abzocke.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Die Masche: Auf Internet-Plattformen werden besonders günstig Mietwohnungen oder Immobilien angeboten, die zum Teil gar nicht zum Verkauf oder zur Vermietung stehen. Die Verbraucherzentrale in Kiel berichtet von einem typischen Fall:  Eine Schleswig-Holsteinerin hatte auf ein scheinbar sehr günstiges Hausangebot auf einer Internetplattform reagiert. Daraufhin meldeten sich bei ihr per Email die vermeintlichen Eigentümer mit folgender Geschichte. Sie hätten selbst nur kurz in dem Haus gelebt, weil sie ins Ausland umziehen mussten. In der Kürze der Zeit hätten sie den Hauskauf nicht mehr vor Ort abwickeln können und deshalb eine Agentur damit beauftragt. Diese würde sich in Kürze mit der Frau in Verbindung setzen. Tatsächlich meldete sich am nächsten Tag die vermeintliche Agentur. Weil die Schleswig-Holsteinerin ein großes Interesse an dem Haus hatte, wurde ihr ein Vorvertrag zugemailt.

Damit das Haus für die Interessentin freigehalten wurde, wurde außerdem verlangt, innerhalb von drei Tagen 2,5 Prozent des Kaufpreises auf das Agenturkonto zu überweisen. Das Geldinstitut lag, wie sich herausstellte, ebenfalls im Ausland. Die Interessentin, ohnehin schon misstrauisch geworden, schreckte das endgültig ab. Sie überwies kein Geld – und blieb auch hart, als die Agentur sich wieder meldete und sie unter Druck setzte. Die Frau wendete sich an die Verbraucherzentrale. Weitere Recherchen ergaben, dass das Haus gar nicht zum Verkauf stand. Die tatsächliche Eigentümerin fiel aus allen Wolken, als sie erfuhr, dass ihre Immobilie von Betrügern missbraucht wurde. 

„Bei uns haben sich nur Verbraucher gemeldet, die weder für einen Besichtigungstermin einer Mietwohnung noch für ein Haus vorab etwas überwiesen haben. Da die Angebote aber über bundesweite Plattformen wie immonet.de und immobilienscout.de laufen, ist es wahrscheinlich, dass Menschen bereits auf diese Masche hereingefallen sind“, sagt Joanna Batista, Rechtsreferentin der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein, und betont. „Seriöse Anbieter verlangen normalerweise kein Geld im Vorwege. Und schon gar nicht sollte man sich unter Druck setzen lassen.“ Die Verbraucherzentrale empfiehlt, derlei Abzocke auf jeden Fall bei der Polizei anzuzeigen.

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