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Regen unterbricht Rapsernte

Schleswig-Holstein Regen unterbricht Rapsernte

Das Herbst-Intermezzo der vergangenen Tage lässt die Ernte im Norden ruhen. Doch schon am Wochenende soll Hoch „Finchen“ den Sommer zurückbringen — zumindest vorübergehend. Insgesamt war der Juli im Norden zu kalt und viel zu nass, sagt der Deutsche Wetterdienst.

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Der Regen der vergangenen Tage hat die Rapsernte in vielen Teilen Schleswig-Holsteins unterbrochen.

Quelle: Ulf Dahl

Rendsburg. Der Regen der vergangenen Tage hat die Rapsernte in vielen Teilen Schleswig-Holsteins unterbrochen. An einigen Stellen sei der Raps durch die teils heftigen Niederschläge zu Boden gedrückt worden, sagte die Sprecherin der Landwirtschaftskammer, Daniela Rixen, am Donnerstag. Die Lage sei aber noch nicht dramatisch, sagte sie. „Wenn das Wetter, wie vorhergesagt, am Wochenende besser wird, kann die Ernte weitergehen“, sagte Rixen. Neben dem Raps steht nach Angaben der Kammer vereinzelt noch Gerste auf den Feldern. Die Weizenernte hat dagegen noch nicht begonnen.

„Dem Mais hat die Kombination aus wärmerem Wetter Anfang Juli und dem Regen dieser Woche sogar gut getan. Dadurch konnte er seinen Wachstumsrückstand aufholen“, sagte Rixen. Für die Ernte von Gerste, Raps und Weizen wären fünf bis sechs Tage Sonnenschein und etwas Wind optimal, damit das Getreide trocknen könne, sagte die Sprecherin.

Die Chancen darauf stehen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) nicht schlecht. Die Kombination aus einem kräftigen Tief über dem Atlantik und Hoch „Finchen“ über Mittel- und Osteuropa werde Saharaluft und Deutschland lenken, die spätestens am Sonntag auch Norddeutschland erreichen werde, sagte Christian Herold von der Wettervorhersagezentrale des DWD. Allerdings werde das näher rückende Atlantiktief schon bald wieder Gewitter und kältere Luft in den Norden bringen, sagt er.

Im Vergleich aller Bundesländer war Schleswig-Holstein nach Angaben des DWD im Juli mit 17 Grad Celsius das kühlste und mit ungefähr 127 Liter Regen je Quadratmeter das nasseste Bundesland. Gemessen am langjährigen Mittel von 80 Litern pro Quadratmeter war der Monat in Schleswig-Holstein vor allem zu nass. Die Durchschnittstemperatur lag im Mittel der vergangenen Jahre bei 16,3 Grad.

Auch Hamburg war mit 18,2 Grad Celsius (langjähriger Mittelwert 17,0 Grad) ein vergleichsweise kühles, mit zirka 103 Litern auf den Quadratmeter (77 Liter je Quadratmeter) ein nasses und mit rund 202 Stunden (201 Stunden) sonnenscheinarmes Bundesland. Bundesweit dagegen sei der Juli deutlich zu warm mit vielen Temperaturrekorden gewesen, teilte der DWD am Donnerstag mit.

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