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Windstrom-Kabel aus der Nordsee

Westküste Windstrom-Kabel aus der Nordsee

Die Offshore-Windparks vor der Nordseeinsel Sylt können jetzt Windstrom ins deutsche Stromnetz einspeisen. Das Kabel dafür ist mehr als 200 Kilometer lang.

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Offshore in der Nordsee: Netzbetreiber Tennet hat die Netzanbindung „SylWin 1“ offiziell in Betrieb genommen.

Quelle: Christian Charisius/dpa

Büttel . Mit einer Zeremonie hat die Siemens AG unweit von Brunsbüttel die weltweit größte Offshore-Anbindung an den Netzbetreiber TenneT übergeben. Die Übergabestation steht in Büttel nahe Brunsbüttel zwischen Nord-Ostsee-Kanal und Elbe. Dort wird jetzt der Strom der Offshore-Plattformen „Helwin 1“ und „Sylwin 1“ ins deutsche Stromnetz eingespeist.

Erst vor wenigen Tagen ging „Helwin 1“ ans Netz, die Strom aus Windparks bei Helgoland bündelt. Am Sonnabend folgte nun „Sylwin 1“.  Diese Plattform bringt den Strom von den westlich von Sylt in der Nordsee stehende  Windparks DanTysk, Butendiek und Sandbank ins Netz. Für die  Überführung wurde eine  200 Kilometer lange Kabelverbindung gelegt.

In Büsum kommen die Kabel von „Sylwin 1“ und „Helwin 1“ aus der Nordsee. Von dort aus verlaufen die Kabel rund 60 Kilometer unter der Erde bis Büttel, wo sie neben der Bundesstraße 5 in die Übergabestation verlegt wurden.

In den beiden Plattformen wird der von den Windturbinen erzeugte Wechselstrom in Gleichstrom umgewandelt. Dank der von Siemens entwickelten Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) kann der Leistungsverlust bei der Übertragung auf weniger als vier Prozent gedrückt werden.

 In Büttel wird der Gleichstrom in großen Konverteranlagen wieder in Wechselstrom umgewandelt und ins deutsche Stromnetz eingespeist. Von „Sylwin 1“ wird der Strom von 232 Siemens-Windturbinen übertragen. Die von den Turbinen erzeugte Leistung soll laut Siemens 864 Megawatt betragen und für die Versorgung von über einer Million Haushalten ausreichen. Von „Helwin 1“ kommen 576 Megawatt in Büttel ins Netz.

An den Windparks, den Offshore-Plattformen und den Kabeln sowie den Übergabestation wurde fast zwei Jahre gearbeitet. „Sylwin 1“ ist mit 864 Megawatt die größte Offshore-Netzanbindung, die bislang weltweit realisiert wurde.

Die Übergabestationen für die Offshore-Plattformen  „Helwin 2“ und „Sylwin 2“ sind darüber hinaus in Büttel in Planung sowie im Bau. Die Station „Helwin 2“ wird ebenfalls noch 2015  angeschlossen.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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