18 ° / 15 ° wolkig

Navigation:
Dämpfer für die Konjunktur

Schleswig-Holstein Dämpfer für die Konjunktur

Leichter Dämpfer für die Konjunktur, aber weiter Zuversicht: Die Wirtschaft im Norden ist gut in dieses Jahr gekommen. Die Industrie schwächelt etwas. Klagen gibt es über den Mindestlohn.

Voriger Artikel
IT-Problem legt Jobcenter lahm
Nächster Artikel
Tests einer Blackbox zur Kontrolle von Autofahrern

Die Konjunktur in Schleswig-Holstein hat sich im ersten Quartal etwas verschlechtert.

Quelle: Robert Schlesinger/ dpa

Kiel. Das Stimmungsbarometer in der schleswig-holsteinischen Wirtschaft ist etwas gefallen. Die Konjunktur bleibt robust, aber im ersten Quartal sank der Klimaindex der Industrie- und Handelskammer (IHK) gegenüber dem Vorquartal von 119,7 Punkten auf 115,5. Maximal möglich sind 200 Punkte. „Nach einem guten Start ins Jahr 2015 hat sich — bedingt durch eine etwas schwächere Industriekonjunktur — die Stimmung in der Wirtschaft leicht eingetrübt“, sagte IHK-Präsidentin Friederike C. Kühn am Montag. „Auch der durch die Einführung des Mindestlohns gestiegene Bürokratieaufwand hat nicht gerade zu einer Stimmungsverbesserung beigetragen.“

Der Konjunkturmotor laufe nicht auf Hochtouren, für Pessimismus bestehe aber kein Anlass, sagte Kühn. „Knapp ein Drittel der befragten Unternehmen beklagt aber einen gestiegenen Bürokratieaufwand in Folge der Einführung des Mindestlohns.“

Aktuell beurteilten 37,4 Prozent der befragten Unternehmen ihre Geschäftslage als gut, 51,8 Prozent als befriedigend und 10,8 Prozent als schlecht. Im letzten Quartal 2014 bewerteten noch 42,0 Prozent die Lage als gut. In der Industrie machten sich weniger Auftragseingänge und eine leicht abgeschwächte Investitionstätigkeit negativ bemerkbar. Auch die Exporterwartungen blieben trotz des schwachen Euro etwas unter den guten Vorquartalswerten.

Die Bauwirtschaft berichtet weiterhin von einer überwiegend guten Geschäftslage, nicht zuletzt wegen der niedrigen Zinsen. Der Handel profitiert von einer lebhaften Verbrauchernachfrage und der guten Entwicklung am Arbeitsmarkt. Rundum positiv ist die Konjunkturlage in der Dienstleistungswirtschaft.

25,0 Prozent der Unternehmen erwarteten zuletzt eine Verbesserung ihrer Situation, 55,4 Prozent eine gleichbleibende und 19,6 Prozent eine schlechtere Lage. Die Unternehmen wollen bei der Beschäftigung etwas zulegen, obwohl die Investitionsneigung im Vergleich zum Vorquartal und Vorjahr gesunken ist.

Voriger Artikel
Nächster Artikel