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Arbeitslosigkeit auf neuem Tiefstand

Schleswig-Holstein Arbeitslosigkeit auf neuem Tiefstand

Sonnige Aussichten auf dem Arbeitsmarkt: Im Juni waren erneut weniger Menschen arbeitslos gemeldet. Grund ist nicht nur der saisontypische Anstieg sondern auch die Konjunktur. Die Behördenchefin ist auch für die zweite Jahreshälfte optimistisch.

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Die Agentur für Arbeit in Flensburg: Die Arbeitslosenzahlen in Schleswig-Holstein sind erneut gesunken.

Quelle: Carsten Rehder/dpa

Kiel. Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein bleibt auch im Juni auf gutem Kurs: Die Zahl der Arbeitslosen in Schleswig-Holstein ist auf einen neuen Tiefstand gesunken. Insgesamt waren 93 300 Menschen ohne festen Job, wie die Regionaldirektion Nord der Arbeitsagentur am Dienstag in Kiel berichtete. Im Vergleich zum Mai ging die Zahl der Arbeitslosen um 1600 oder 1,7 Prozent zurück, gegenüber Juni 2014 betrug der Rückgang 4100 oder 4,2 Prozent. „Die niedrigste Arbeitslosenzahl in einem Juni seit 22 Jahren zeigt, dass sich die robuste Konjunkturentwicklung weiterhin positiv auf den Arbeitsmarkt auswirkt — über die üblichen Saisoneffekte hinaus“, sagte Agenturchefin Margit Haupt-Koopmann.

Die Arbeitslosenquote betrug 6,2 Prozent, 0,3 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Im Vergleich zu den anderen Bundesländern stehe Schleswig-Holstein damit auf einem guten sechsten Rang, sagte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD). Der Arbeitsmarkt im Land sei auf einem bemerkenswert guten Weg.

„Es läuft überall rund“, sagte Haupt-Koopmann mit Blick auf die Konjunktur. Insbesondere habe es weniger Arbeitslosenmeldungen aus einer sozialversicherungspflichtigen Stelle heraus gegeben. Die Unternehmen halten also ihr Personal. Auch die Nachfrage nach neuen Arbeitskräften sei deutlich gestiegen: Allein im Juni wurden 6400 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Das ist gegenüber dem Vormonat Mai ein Plus von 1270 oder 24,7 Prozent. Im Vergleich zum Juni 2014 stieg die Zahl um 790 oder 14,0 Prozent. Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 34 800 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze gemeldet (+3,1 Prozent).

Auch die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung — die aktuellen Daten stammen aus April — verläuft positiv. 14 000 zusätzliche Jobs seien im Vergleich zum Vorjahreswert entstanden, sagte die Behördenchefin. Im April 2015 waren demnach 907 500 Menschen im Land sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Insbesondere im Bereich Soziales und Gesundheit, im Gastgewerbe, im Dienstleistungsbereich und im Handel sind zusätzliche Arbeitsplätze entstanden.

Es gebe keine Anzeichen, dass sich der zu Jahresbeginn eingeführte Mindestlohn negativ auswirke, sagte Haupt-Koopmann. „Wir können bisher keine Bremsspuren durch den Mindestlohn am Arbeitsmarkt feststellen.“

Auch für die zweite Jahreshälfte ist die Behördenchefin optimistisch. Die geopolitische Lage sei derzeit zwar unübersichtlich, dennoch „gucken wir zuversichtlich auf die zweite Jahreshälfte“. Derzeit würden im Jahresschnitt 95 600 Arbeitslose prognostiziert, rund 4000 weniger aus 2014.

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