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Auszeichnungen fürs Handwerk

Hotel Yacht Club Kiel Auszeichnungen fürs Handwerk

Integration und Toleranz sind für Hans-Peter Klausberger kein Fremdwort. „Neben zwei jungen, afghanischen Flüchtlingen bilden wir auch eine alleinerziehende Mutter in Teilzeit und eine Frau mit Behinderung aus“, erzählt der Geschäftsführer der Eutiner Bäckerei „Anja Klausberger“ stolz.

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Hans-Peter Klausberger (v. li.), Thomas Kain, Manfred Klausberger, Roswitha Westphal und Anja Klausberger stoßen auf den zweiten Platz an.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Zusammen mit vier weiteren Unternehmern aus Schleswig-Holstein wurde der 56-Jährige am Donnerstag im Hotel Kieler Yacht Club für sein Engagement im Handwerk ausgezeichnet. Eine Jury bestehend aus Vertretern der Handwerkskammer Schleswig-Holstein, des Wirtschaftsministeriums und der Volks- und Raiffeisenbanken vergab zum 14. Mal den mit insgesamt 15000 Euro dotierten „VR-Förderpreis Handwerk“. Aus 53 eingegangenen Bewerbungen wurden fünf Gewinner gekürt.

 „Wir freuen uns natürlich riesig über Platz zwei“, sagt Klausberger, der sich bereits zum zweiten Mal auf den Preis beworben hatte. Mit dem Preisgeld in Höhe von 4000 Euro werde er seinem Bäcker, der bereits seit 17 Jahren für ihn arbeitet, erst einmal eine neue Knetmaschine besorgen, so der stellvertretende Landesinnungsmeister. „Und der Rest des Geldes soll eine Spende an die Eutiner Festspiele werden – für eine neue Bestuhlung.“

 Platz eins, dotiert mit 5000 Euro, ging an die SHL Holzbau GmbH aus Lauenburg. Mit dem Projekt „500 Häuser – vom Handwerk für Flüchtlinge“ unterstützt Geschäftsführer Daniel Schilloks Kommunen im Bereich der Flüchtlingsunterkünfte. Des weiteren habe der Betrieb eine App entwickelt, die Handwerker bei der Optimierung von Projektabläufen auf den Baustellen unterstützt, so die Jury. Auf dem dritten Platz landete die Niebüller Backstube GmbH.

 „Das Handwerk versteht sich nicht nur darauf, Tradition mit Kreativität und Innovation zu verbinden. Es ist darüber hinaus auch gesellschaftlich stark engagiert“, lobt Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD). Sowohl bei seinen Betriebsbesuchen als auch bei den Bewerbungen und Preisträgern zeige sich ein vorbildliches Engagement in den Bereichen Ausbildung, Integration von Schwerbehinderten sowie bei der Bewältigung der Herausforderungen im Zusammenhang mit der aktuellen Flüchtlingssituation.

 Ohne Handwerk gehe eben nichts in diesem Land – und um das zu zeigen und im öffentlichen Bewusstsein zu verankern, sei die Preisverleihung genau die richtige Plattform, ergänzt Günther Stapelfeldt, Präsident der Handwerkskammer Schleswig-Holstein. „Jeder unserer Preisträger ist zunächst: ein Betrieb. Mit eigenen Produkten, mit eigenen Dienstleistungen, mit einem ganz eigenen Umfeld. Jeder Betrieb ist aber auch Teil des Motors, der dieses Land am Laufen hält.“

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Ein Artikel von
Jana Ohlhoff
Lokaldesk

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