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Schüler sollen Lösungen entwickeln

Kieler Weltwirtschaftstreffen Schüler sollen Lösungen entwickeln

An Ideen für eine bessere Welt wollen Schüler aus Hamburg und Schleswig-Holstein tüfteln. Die Ergebnisse ihres „Young Economic Summit“ wollen sie im Herbst in Kiel präsentieren — am Rande des „Global Economic Symposiums“.

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 Der Andrang der Schüler in der Zentralbibliothek für Weltwirtschaft in Kiel war groß.

Quelle: Martin Geist

Kiel. Erstmals wird ein Schülerkongress parallel zum Kieler Weltwirtschaftssymposium eigene Lösungsvorschläge für globale Probleme wie Finanzkrisen präsentieren. Rund 300 Schüler von 15 Hamburger und Schleswig-Holsteiner Schulen informierten sich am Dienstag in Kiel auf einem vorbereitenden Treffen über die zentralen Themen des Symposiums vom 12. bis 14. Oktober. Bis Ende April sollen die Schüler ihre Ideen bei Mentoren einreichen.

Veranstalter des „Young Economic Summit“ (YES!) ist das Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft. Die Vorschläge wollen die Schüler bis zum „Global Economic Symposium“ (GES) des Kieler Instituts für Weltwirtschaft im Herbst weiter ausarbeiten. Experten prämieren anschließend die besten Konzepte aus den Bereichen internationale Wirtschafts- und Sozialpolitik.

Das Symposium soll den Schülern einen Sinn für globale politische Zusammenhänge vermitteln. Denn viele Probleme wie der Klimawandel oder die Flüchtlingsproblematik ließen sich nicht einzelstaatlich lösen, sagte Instituts-Vizepräsident Prof. Rolf Langhammer. Die internationale Zusammenarbeit sei ein wichtiger Gegenpol zu Nationalismus und „staatlichen Grabenkämpfen“. An die Schüler gerichtet sagte er: „Wenn sie zum „Global Economic Symposium“ kommen, lassen sie ihre Zugehörigkeiten zu Hause. Hier sind sie Weltbürger.“

Einer von ihnen ist Noah Peters von der Kieler Humboldt-Schule. „Ich will Kulturen zusammenführen und die Welt besser machen“, sagte der 17-Jährige. Gemeinsam mit den anderen rund 300 Schülern will er bereits vorher im Rahmen des Bildungsprojekts YES! an Lösungen für eine bessere Welt arbeiten. „Die Finanzkrise soll sich schließlich nicht wiederholen“, sagte der Leiter des Global Economic Symposiums Dennis Görlich.

In dem Projekt sollen die Schüler mit Unterstützung von Mentoren Erfahrungen in den Bereichen Recherche, Forschung und Medienarbeit sammeln. Ihre Ergebnisse wollen die Schüler auf einem parallel zum GES geplanten Schülerkongress in Kiel präsentieren. „Es könnte eine Bewegung entstehen, auf die die Politiker hören können, damit wir mit globalen Strukturen besser umgehen“, sagte Vizepräsident Langhammer.

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