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Meyer sieht kein Problem für Bauten am Meer

Schutzstreifen Meyer sieht kein Problem für Bauten am Meer

Das neue Naturschutzgesetz schränkt Bauten in einem Schutzstreifen von 150 Metern ein. Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Meyer spricht von einem guten Kompromiss. Kommunen können etwa Hotels doch ermöglichen — unter einer Voraussetzung.

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Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD).

Quelle: Markus Scholz/Archiv

Kiel. Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) hat Kritik über das Bauverbot an den Stränden von Nord- und Ostsee zurückgewiesen. „Wir haben Ausnahmeregelungen innerhalb dieses 150-Meter-Bereiches innerorts geschaffen“, sagte Meyer der Deutschen Presse-Agentur. Die Schutzzone ist Bestandteil des neuen Naturschutzgesetzes von SPD, Grünen und SSW, das der Landtag in der vergangenen Woche beschlossen hatte.

Darin ist ein Bauverbot in einem Abstand von 150 Metern von der Uferlinie verankert. Ausnahme: Es gibt vor Ort bereits Bebauungs- beziehungsweise Flächennutzungspläne oder sie werden innerhalb der kommenden fünf Jahre von den Kommunen beschlossen. Städte und Gemeinden an der Küste müssten sich deshalb Gedanken über die Gestaltung vor Ort machen, sagte Meyer. „Das ist gut für den Tourismus.“

Nach Ansicht des Wirtschaftsministers braucht naturnaher Tourismus ein gewisses Maß an Naturschutz. „Wir können die Natur bei der Ausgestaltung des Tourismus nicht völlig ausblenden. Beides muss miteinander passen.“ Das erwarteten die Gäste, die wegen der Natur in den Norden kämen. Die Regelung des Naturschutzgesetzes sei deshalb vernünftig: „Sie achtet die Natur, behindert die touristische Entwicklung aber nicht.“

Allerdings betrachten nicht alle Kommunen an Nord- und Ostsee die neue Gesetzgebung ohne Sorge. „Das ist ein großes Problem“, sagte die Bauamtsleiterin der Gemeinde Scharbeutz (Kreis Ostholstein), Dorit Klees. „Das ist bei uns nicht nur die erste Reihe, sondern auch die zweite und möglicherweise sogar die dritte Reihe.“

In der Gemeinde an der Lübecker Bucht sei die Strandallee mit 6,3 Kilometern Länge davon betroffen. Zwar hätten die Kommunen fünf Jahre Zeit für Bebaungs- und Flächennutzungspläne. Diese allein löse das Problem aber nicht. „Es muss jetzt schon daran gedacht werden, was könnte mal ein Thema werden.“

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