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Rusta eröffnet zweite deutsche Filiale

Schwentinental Rusta eröffnet zweite deutsche Filiale

Im Ostseepark in Schwentinental eröffnet am Donnerstag der neue Laden Rusta. Es ist erst die zweite Filiale der schwedischen Warenhauskette in Deutschland – eine Mischung aus einem Geschäft für Wohnaccessoires, Baumarkt und einem Discounter mit allerlei Aktionsware.

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Mit günstigen Eigenmarken und schwedischem Design wollen Deutschland-Chef Carl Janzen (links) und Dirk Detlefs, Filialleiter in Schwentinental, die deutschen Kunden überzeugen. In Schweden und Norwegen hat die Warenhauskette über 100 Geschäfte.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Schwentinental. Die Kunden werden in einem kurvigen Weg über die knapp 2000 Quadratmeter große Verkaufsfläche geführt und müssen dabei alle Abteilungen passieren. Los geht es mit Drogerieprodukten wie Duschgels, Seifen und Co. „Die Reihenfolge ist in jedem Laden die gleiche“, sagt Carl Janzen, Deutschland-Chef von Rusta. In Schweden und Norwegen seien die Drogeriewaren besonders beliebt. In Deutschland sei das ein hart umkämpfter Markt, überzeugen könne Rusta da nur, wenn die Preise sehr niedrig im Vergleich zur Konkurrenz seien. Die klare Ausrichtung auf günstige Preise ist ein Kern des Konzepts der skandinavischen Kette. „Die deutschen Kunden sind sehr preisbewusst“, sagt Janzen.

Erste Erfahrungen konnte Rusta in Lübeck sammeln, wo im Mai die erste Filiale in Deutschland eröffnet hat. Rusta-Geschäftsführer Göran Westerberg sagte damals, er sehe Potenzial für bundesweit 500 Geschäfte. Zum Vergleich: Im Heimatmarkt Schweden hat die 1986 gegründete Handelskette fast 90 Niederlassungen. Vor drei Jahren expandierte Rusta nach Norwegen, wo es heute 19 Filialen gibt. 2016 lag der Umsatz nach Unternehmensangaben bei 4,5 Milliarden Schwedischen Kronen (etwa 472 Millionen Euro). Rund 2000 Mitarbeiter hat Rusta insgesamt, zehn davon packen nun in Schwentinental mit an.

Produkte aus Fernost

Die meisten Produkte seien eigens für Rusta designt worden. Hergestellt werde nur zum Teil in Europa. „Rund 60 Prozent unserer Produkte stammt aus Ländern wie China, Vietnam und Indien.“ Die Handelskette kauft direkt bei den Herstellern ein und hat große eigene Verteilzentren im chinesischen Hangzhou und in Småland in Schweden.

Nachdem Rusta in diesem Jahr mit den beiden Geschäften in Schleswig-Holstein gestartet ist, um den deutschen Markt auszuloten, sollen 2018 weitere Läden im Norden dazukommen. „Im kommenden Jahr könnten es drei bis fünf neue Filialen werden“, so Janzen. Wahrscheinlich sei eine Ansiedlung im Hamburger Umland, aber auch im Raum Kiel schaue er sich schon nach einem möglichen zweiten Standort um.

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Ein Artikel von
Anne Holbach
Wirtschaftsredaktion

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