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Senvion steckt weiter in roten Zahlen

Windenergie Senvion steckt weiter in roten Zahlen

Der Windkraftanlagen-Bauer Senvion will in drei Bundesländern Werke schließen. Hunderte Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz. Die Firmengruppe verwies auf Wettbewerbs- und Preisdruck und für 2016 erneut auf einen Jahresverlust.

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Teile der Windkraftanlagen liegen auf dem Senvion-Gelände in Husum zum Transport bereit: Diesen Standort will das Unternehmen schließen

Quelle: Carsten Rehder

Hamburg. Der Windkraftanlagen-Hersteller Senvion, der im Norden kräftig Arbeitsplätze einsparen will, ist im vergangenen Jahr in den roten Zahlen geblieben. Allerdings hat das Unternehmen seinen Jahresverlust zurückgefahren - von 106 Millionen Euro im Jahr 2015 auf 65 Millionen Euro. Das geht aus dem Geschäftsbericht hervor, den das Unternehmen am Donnerstag in Hamburg vorlegte. Der Umsatz stieg demnach um 3,4 Prozent auf 2,21 Milliarden Euro.

"2016 konnten wir eine starke Grundlage für die weitere Entwicklung von Senvion schaffen", teilte Vorstandschef Jürgen Geißinger mit. Die Expansion in neue Märkte gewinne an Dynamik. Darunter waren 2016 erstmals Skandinavien, Chile und Serbien. "Gleichzeitig werden wir daran arbeiten, unsere Effizienz in der Organisation zu verbessern", ergänzte Geißinger.

Gewerkschaft organisiert Runden Tisch

Die IG Metall Küste und die Senvion-Betriebsräte wollen gegen die Standortschließungen protestieren. Die Gewerkschaft kündigte an, am 27. März einen Runden Tisch in Hamburg zu organisieren. Man werde mit den Wirtschaftsministern, Bürgermeistern, Betriebsräten und dem Vorstand "über Alternativen zu dem geplanten Kahlschlag diskutieren“, sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste. „Dazu erwarten die Beschäftigten auch Ideen von der Geschäftsführung." Andernfalls kündigte er "einen harten Konflikt" an.

2017 will Senvion 780 Stellen abbauen, davon 730 in Deutschland. Unterm Strich sollen weltweit rund 4100 Stellen erhalten bleiben. Nach den Planungen sollen Senvion-Werke in Husum und in Brandenburg sowie Bremerhaven geschlossen werden.

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