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Sicherheitslücke: Microsoft enttäuscht über Google

Windows 10 Sicherheitslücke: Microsoft enttäuscht über Google

Microsoft hat eingeräumt, dass eine Hackergruppe eine bisher unbekannte Schwachstelle in seinem Betriebssystem Windows ausgenutzt hat. Sie solle mit einem Update am 8. November gestopft werden, erklärte der Software-Riese in einem Blogeintrag in der Nacht zum Mittwoch.

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Muss den Hackerangriff für seine Firma abwehren: Terry Myerson, der bei Microsoft für die Windows-Sparte zuständig ist.

Quelle: AFP

Kiel/Redmond. Microsoft führt die Gruppe unter dem Namen „Strontium“, nach Informationen des „Wall Street Journal“ handelt es sich um die selben Hacker mit mutmaßlicher Verbindung zu Russland, die E-Mails beim Vorstand der Demokratischen Partei in den USA gestohlen hatten. Die Vorgehensweise von „Strontium“ sei, sich mit Hilfe präparierter Links in authentisch aussehenden E-Mails Zugang zu Computern und dem Netzwerk dahinter zu verschaffen, schrieb Microsoft.

 Bei dem Angriff auf Windows kam auch eine bisher unbekannte Sicherheitslücke in der Multimedia-Software Flash von Adobe zum Einsatz, wie Microsoft weiter mitteilte. IT-Sicherheitsforscher von Google hatten vor einigen Tagen auf das Problem hingewiesen. Windows-Chef Terry Myerson kritisierte in dem Blogeintrag das Vorgehen. „Googles Entscheidung, diese Schwachstellen öffentlich zu machen, bevor Gegenmaßnahmen breit verfügbar und getestet sind, ist enttäuschend und verstärkt das Risiko für die Kunden“, schrieb er. Zugleich seien die Nutzer in Microsofts neuem Webbrowser Edge auf der neuesten Version von Windows 10 bereits sicher gewesen.

 „Die Situation für Nutzer ist deshalb besonders heikel, weil Google die Sicherheitslücke öffentlich bekannt gemacht hat“, sagte Christian Krause vom Datenschutzzentrum in Kiel. Dies könnte nun auch von anderen Hackern ausgenutzt werden. Einen effektiven Schutz gegen mögliche Attacken biete derzeit nur Windows 10. „Zwar kann man zusätzlich Flash aktualisieren, besser ist es aber, diese Anwendung zu deinstallieren“, sagte Krause. Generell sei dieses Programm zur Wiedergabe von Multimedia-Inhalten „ein Quell des Sicherheitsärgers und somit verzichtbar“. Windows-Nutzer sollten jetzt zudem die für den 8. November angekündigten Sicherheitsupdates abwarten.jan

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Ein Artikel von
Jan von Schmidt-Phiseldeck
Wirtschaftsredaktion

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