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Staatsanwaltschaft ficht Urteil gegen Ex-Wölbern-Invest-Chef an

Finanzen Staatsanwaltschaft ficht Urteil gegen Ex-Wölbern-Invest-Chef an

Die Verurteilung des früheren Chefs der Fondsgesellschaft Wölbern Invest wegen gewerbsmäßiger Untreue zu achteinhalb Jahren Gefängnis wird vorerst nicht rechtskräftig.

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Angeklagter Heinrich Maria Schulte (61).

Quelle: Daniel Reinhardt

Hamburg. Die Hamburger Staatsanwaltschaft hat gegen das Urteil des Hamburger Landgerichts Revision beim Bundesgerichtshof eingelegt, wie eine Sprecherin am Dienstag sagte. Zur Begründung verwies sie auf die deutlich höhere Strafforderung der Anklagebehörde von zwölf Jahren Haft. Im Hinblick auf den erheblichen Schaden, den der Angeklagte Heinrich Maria Schulte (61) verursacht habe, hätten die Argumente des Gerichts für eine Strafmilderung nicht in allen Punkten überzeugt. Die Verteidigung hatte gleich nach der Urteilsverkündung am Montag erklärt, sie werde in Revision gehen.

Schulte war am Montag in 327 Fällen der gewerbsmäßigen Untreue schuldig gesprochen worden. Der Medizinprofessor und Unternehmer soll mehr als 147 Millionen Euro aus dem Vermögen zahlreicher geschlossener Immobilienfonds abgezogen haben, ohne dazu berechtigt gewesen zu sein. Gut 31 Millionen Euro hat er zurückgezahlt, mehr als 115 Millionen Euro sind nach Angaben des Gerichts verschwunden. Betroffen sind rund 35 000 Anleger.

dpa

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