27 ° / 11 ° heiter

Navigation:
Wirtschaftsförderer im Norden positiv gestimmt

Stabiles Ansiedlungsergebnis Wirtschaftsförderer im Norden positiv gestimmt

Erneut siedeln sich mehr als 130 Firmen in Schleswig-Holstein neu an. Wirtschaftsminister Meyer erfreut vor allem das erfolgreiche Anlocken produzierender Betriebe. Dennoch treiben ihn vor allem mit dem Blick nach Osten Sorgen.

Voriger Artikel
Norden: Stabiles Ansiedlungsergebnis von Wirtschaftsförderern
Nächster Artikel
Offshore-Windpark Amrumbank West ist offiziell in Betrieb

In Schleswig-Holstein haben sich im vergangenen Jahr 134 Unternehmen neu angesiedelt.

Quelle: Oliver Berg/dpa

Kiel . Etwas weniger neue Firmen, dafür aber mittelfristig ähnlich viele Arbeitsplätze wie im Vorjahr. In Schleswig-Holstein haben sich im vergangenen Jahr 134 Unternehmen neu angesiedelt. Das waren zwar 13 weniger als im Vorjahr. „Wir haben aber insgesamt ein stabiles Ergebnis in der Wirtschaftsförderung erzielt“, sagte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) am Donnerstag. Denn die Zahl der damit verbundenen Arbeitsplätze sei leicht auf insgesamt 1734 Jobs (2014: 1728) gestiegen.

Als positiv bewerteten die Wirtschaftsförderer den von 10 auf 19 Prozent gestiegenen Anteil an produzierendem Gewerbe. Die Betriebe sorgten als Nebeneffekt für neue Jobs bei Zulieferern und Dienstleistern in der Region, sagte der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH), Bernd Bösche. Rund drei Viertel der angesiedelten Unternehmen haben weniger als zehn Mitarbeiter. Leicht angestiegen ist die durchschnittliche Betriebsgröße von 12 auf 13 Arbeitsplätze. Die meisten Ansiedlungen gab es 2015 im südlichen Landesteil.

Ausländische Investoren

Etwa ein Viertel der mittelfristig zu erwartenden neuen Arbeitsplätze durch Neuansiedlungen entstehen durch ausländische Investoren. Alleine 13 ausländische Investoren (2014: 19) sorgten 2015 für 349 Arbeitsplätze (401). „Der leichte Rückgang im Vergleich zum Vorjahr hängt hauptsächlich mit der wirtschaftlichen Talfahrt in China und der daraus resultierenden geringeren Investitionsfähigkeit auch in Deutschland zusammen“, sagte Bösche.

Sorgen um Nachbarland

Mehr Sorgen bereitet Meyer aber das Nachbarland Mecklenburg-Vorpommern. Die Lage sei „sehr angespannt“, sagte Meyer. „Es wird von dort aus wieder sehr intensiv um Unternehmen in Lübeck, in Stormarn und im Lauenburgischen geworben.“ Das bereite dem Land „an manchen Stellen schon Probleme“. Problem seien die weiter unterschiedlichen Fördersätze in beiden Ländern. Die Kommunikation auf politischer Ebene sei nur sehr schwer herzustellen. Das Nachbarland gehe „sehr aggressiv vor“.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Veranstaltung in...

Aktuelle
Veranstaltungen
und Tagestipps!

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten: Wirtschaft 2/3