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Streit um Pachtzahlungen

Flughafen Lübeck Streit um Pachtzahlungen

Zwischen dem Flughafen Lübeck und der Hansestadt gibt es einen anhaltenden Streit um die Pacht. Der Flughafen zahle seit Mai keine Pacht mehr, weil er einige von der Stadt Lübeck gemietete Gebäude wegen ihres Zustandes nicht nutzen könne.

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Der Flughafen Lübeck zahlt seit Mai keine Pacht mehr.

Quelle: Maurizio Gambarini/dpa

Lübeck. Keine neuen Fluglinien, wenige Fluggäste, Streit um Pacht — die Bilanz des Lübecker Flughafens ist mager. Flughafen-Geschäftsführer und die Stadt Lübeck dementieren aber Berichte, der chinesische Eigner könne in finanziellen Schwierigkeiten stecken.

Zwischen dem Flughafen Lübeck und der Hansestadt gibt es einen anhaltenden Streit um die Pacht. Der Flughafen zahle seit Mai keine Pacht mehr, weil er einige von der Stadt Lübeck gemietete Gebäude wegen ihres Zustandes nicht nutzen könne, sagte Flughafengeschäftsführer Peter Steppe am Donnerstag. „Wir sind aber mit der Stadt im Gespräch“, sagte er. Nach Angaben von Lübecks Stadtsprecher Marc Langentepe belaufen sich die Außenstände aktuell auf rund 100 000 Euro. Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) hatte bereits im Juni erklärt, er sehe keinen Anlass zur Sorge. Es handele sich um einen normalen Streit zwischen Mieter und Vermieter.

Steppe dementierte auch Berichte, wonach die Flughafenmitarbeiter ihre August-Gehälter verspätet erhalten hätten. „Wir haben die Mitarbeiter bereits Anfang August darüber informiert, dass die Gehälter künftig zum Monatsende statt zur Monatsmitte überwiesen werden. Alle Beschäftigten haben ihre Gehälter inzwischen auf ihren Konten“, sagte er. Der NDR hatte zuvor über angebliche Schwierigkeiten des Flughafens berichtet.

Der Fraktionsvorsitzende der Grünen in der Lübecker Bürgerschaft, Thorsten Fürter, sprach von einem Warnsignal. Der dritte Investor in Folge scheine nach kurzer Zeit die Lust am Regional-Airport komplett verloren zu haben. „Die eigenen Mitarbeiter auf ihr Gehalt wartenzulassen und die Pacht für den Flughafen seit Monaten auf Null zu kürzen, lässt keinen anderen Schluss zu“, sagte er am Donnerstag. Er forderte Saxe auf, die Forderungen gegen den Flughafenbetreiber gerichtlich geltend machen und unverzüglich die Kündigung des Pachtvertrags zu erklären.

Der chinesische Investor Chen Yongqiang hatte mit seinem Unternehmen Puren am 1. August 2014 den damals insolventen Flughafen übernommen. Damals kündigte er unter anderem an, am Flughafen eine Flugschule und eine Wartungsfirma anzusiedeln. Dafür gründete Chen eigens die Puren Airlines GmbH. Die Mehrheit an dieser Firma habe Chen bereits im Juni an eine Chinesin mit deutschem Pass verkauft, sagte Steppe. Darüber hatte zuvor der NDR berichtet. Die Gesellschafterstruktur der Puren Germany GmbH, die den Flughafen betreibt, sei dagegen unverändert, sagte Steppe.

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