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Neue Gerüchte über Provinzial-Fusion

Standort Kiel Neue Gerüchte über Provinzial-Fusion

Angebliche Fusionspläne des öffentlichen Versicherers Provinzial Nordwest mit der Sparkassen-Versicherung Stuttgart sowie der Provinzial Rheinland (Düsseldorf) sorgen am Standort Kiel mit seinen etwa 1100 Beschäftigten für Aufregung.

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Am Kieler Standort der Provinzial arbeiten etwa 1100 Mitarbeiter.

Quelle: Volker Rebehn

Kiel/ Münster. Die Gewerkschaft Verdi reagierte am Freitag verärgert auf die Spekulationen, über die zuerst die „Süddeutsche“ berichtet hatte: „Wir erwarten jetzt ein klares Bekenntnis der Anteilseigner zur eigenständigen Provinzial Nordwest und eine Absage an etwaige Pläne, einen solchen Prozess zu beginnen“, sagte Verdi-Nord-Sprecher Frank Schischefsky.

Innerhalb des Konzerns mit seinen insgesamt 6000 Mitarbeitern an den Standorten Kiel und Münster werde mit Beteiligung der Betriebsräte am Strategieprogramm Nordwest 2018 gearbeitet, um die Provinzial für die Zukunft zu stärken. „Spekulationen über Fusionen gefährden das Projekt und könnten Kundenbeziehungen gefährden und damit Arbeitsplätze vernichten“, sagte Schischefsky.

Überrascht reagierte Provinzial-Konzernsprecher Jörg Brokkötter: „Wir können nichts zu diesen Spekulationen sagen. Der Konzern ist eigenständig gut aufgestellt – das hat gerade auch unsere Ertrags- und Substanzanalyse gezeigt, die wir Anfang 2016 durchgeführt haben.“ Sollte es „irgendwann zu ernsthaften Gesprächen“ kommen, agiere die Provinzial aus einer „sehr starken Position“ heraus. Zudem habe erst kurz vor den Osterferien das Projekt 2018 begonnen: „In über 40 Projekten arbeiten nun rund 250 Mitarbeiter an der eigenständigen Zukunft unseres Konzerns“, sagte Brokkötter.

„Es gibt keine Gespräche und Verhandlungen, dazu gibt es keinen Anlass“, betonte Reinhardt Hassenstein vom Sparkassen- und Giroverband Schleswig-Holstein, der 18 Prozent an der Provinzial hält. Ähnlich äußerte sich der Sprecher des Sparkassenverbandes Westfalen-Lippe, mit 40 Prozent einer der großen Provinzial-Aktionäre: „Wir setzen auf den Erfolg des Programms Nordwest 2018, deswegen führen wir derzeit keine Fusionsgespräche“, sagte Andreas Löbbe.

Als „unverantwortlich“ bezeichnete es SPD-Fraktionsvorsitzender Ralf Stegner am Freitag, die Provinzial ständig ins Gerede zu bringen und Spekulationen anzuheizen. „Die Provinzial macht gute Geschäfte und ist ein wichtiger öffentlicher Versicherer, der seinen im Vertrag zwischen dem Land Schleswig-Holstein und dem Sparkassenverband definierten Auftrag erfüllt. Das soll auch so bleiben!“, betonte Stegner.

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Ein Artikel von
Jan von Schmidt-Phiseldeck
Wirtschaftsredaktion

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