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Coop steigt in den Wohnungsbau ein

Statt Supermärkte Coop steigt in den Wohnungsbau ein

Nach der Abspaltung der Sky-Supermärkte und der Teilfusion mit Rewe präsentiert sich die Coop als ein neues Unternehmen – das im Immobiliengeschäft die Zukunft sieht. Die Mitglieder bekommen aber weiter eine Dividende.

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Rund 200 Supermärkte betreibt Coop, sie sollen bald zu Rewe dazugehören. Die Coop-Anteilseigner sollen aus dem Immobiliengeschäft auch künftig eine Dividende bekommen.

Quelle: Ulf Dahl

Kiel. Die lange Zeit krisengeschüttelte Coop eG plant den Einstieg in den Wohnungsbau. Nach der Ausgliederung des Betriebes ihrer rund 190 Sky-Märkte in ein Gemeinschaftsunternehmen mit Rewe will die  Genossenschaft mit mehr als 80.000 Mitgliedern künftig das Immobiliengeschäft erheblich ausbauen.

So solle das Grundstück eines nicht mehr genutzten Verbrauchermarktes in Schwentinental bei Kiel zur Wohnimmobilie entwickelt werden. „Wir sehen hier gute Chancen, langfristige Erträge in der Region zu erwirtschaften“, sagte Vorstandsmitglied Norman Boje KN-online.

Einkaufsvorteile soll es weiter geben

Die Mitglieder sollen in diesem Jahr eine Dividende von 2,25 Prozent erhalten. Auch sollen die Einkaufsvorteile weiter gelten oder nach Möglichkeit ausgeweitet werden.

Die massive Unsicherheit des vergangenen Jahres hat nach Angaben des Unternehmens zu rund 4000 Kündigungen von Mitgliedern geführt. Ab Mitte 2018 kommen auf die Genossenschaft damit Rückzahlungsforderungen von rund 17 Millionen Euro zu. Boje betonte, dies stelle die Coop vor keinerlei Liquiditätsprobleme.

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Ein Artikel von
Ulrich Metschies
Wirtschaftsredaktion

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Kommentar

Die Coop erfindet sich neu, und das ist eine traurige und hoffnungsvolle Geschichte zugleich.

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