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Kooths wird Leiter der Konjunkturforschung

IfW-Prognose-Zentrum Kooths wird Leiter der Konjunkturforschung

15 Jahre lang war er das Gesicht der Kieler Konjunkturforschung, immer wieder präsent vor der Bundespressekonferenz und in der Tagesschau. Doch nun neigt sich die Ära Prof. Joachim Scheide (64) dem Ende entgegen: Zum 1. November geht der Kieler Konjunkturchef in den Ruhestand. Sein Nachfolger als Leiter des IfW-Prognose-Zentrums wird Stellvertreter Prof. Stefan Kooths (45).

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Will das IfW wieder an der Gemeinschaftsprognose beteiligen: Stefan Kooths.

Quelle: IfW

Kiel. Das aus neun Wissenschaftlern und einem Mitarbeiterstab bestehende Kieler Prognose-Zentrum zählt zu den erfolgreichsten Konjunkturforschungseinrichtungen in Europa. Gleichwohl musste das IfW im vergangenen Jahr einen herben Rückschlag verkraften: Zum ersten Mal seit Einführung der Gemeinschaftsprognose Mitte der 50er-Jahre verloren die Kieler das Mandat zur Teilnahme an der öffentlichkeitswirksamen Konjunktureinschätzung der führenden deutschen Wirtschaftsinstitute. „Wir werden mit Hochdruck daran arbeiten, dass wir ab dem nächsten Dreijahreszyklus wieder dabei sein werden“, sagt Kooths. Grund für den verlorenen Auftrag war nicht mangelnde Qualität der Kieler Expertise, sondern der nach Auffassung der Bundesregierung zu hohe Preis.

 Kooths kam vor vier Jahren ans IfW. Seitdem vertritt er das Institut in Berlin. Im vergangenen Jahr übernahm er zudem eine Professur für Volkswirtschaftslehre an der Business and Information Technology School in Berlin. Mikro- und makroökonomisches Kästchendenken sind dem Konjunkturforscher fremd. Wirtschaftliche Fehlentwicklungen sieht er vor allem als Symptom gestörter Koordinationsprozesse.

 Die akademische Prägung erhielt Kooths während des Studiums und der Promotion an der Universität Münster. Es folgten Stationen als Hochschulassistent am dortigen Institut für industriewirtschaftliche Forschung und als Geschäftsführer des Muenster Institute for Computational Economics. Ab 2005 wechselte er in die angewandte Wirtschaftsforschung und trat in die Konjunkturabteilung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) ein, bevor es ihn fünf Jahre später an die Kieler Förde zog.

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