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Harter Kampf um den Fehmarn-Belt

Streit Harter Kampf um den Fehmarn-Belt

Das Klima zwischen der Fährgesellschaft Scandlines und den Verfechtern des Fehmarnbelttunnels wird rauer: Die Gesellschaft Femernbelt Development hatte vergangene Woche ostholsteinische Bürgermeister zu einer Tunnel-Werbereise nach Dänemark eingeladen.

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Zwei Tage lang ließ sich eine Gruppe osholsteinischer Bürgermeister in Dänemark über die Vorteile fester Querungen informieren.

Quelle: Ulrich Metschies

Puttgarden. Man knallt sich Vorhaltungen an den Kopf, diskreditiert das Geschäftsmodell des Widersachers und wirft sich gegenseitig vor, die Öffentlichkeit systematisch falsch zu informieren: Seit Jahren geht es schon so, das öffentliche Gezänk zwischen der Fährreederei Scandlines und den Planern des Fehmarnbelt-Tunnels. Dass beide Seiten versuchen, Politiker für ihre Position zu gewinnen, ist also nicht neu.

Neu und in dieser Art einmalig in dieser PR-Schlacht ist der jüngste Werbeschachzug von Scandlines: Ohne seinen Widersacher zu informieren, schnappte sich der Betreiber der Vogelfluglinie eine Gruppe ostholsteinischer Bürgermeister, die die dänische Wirtschaftsförderungsgesellschaft Femernbelt Developement zu einer zweitägigen Infotour auf die Inseln Lolland und Falster, zu einem Besuch ins Kopenhagener Rathaus sowie zu einer Besichtigung der festen Querungen von Großem Belt und Öresund eingeladen hatte.

Kaum hatten die deutschen Gäste vergangene Woche in Puttgarden die Fähre nach Rødbyhavn betreten, wurden sie von Scandlines-Manager Marko Möller freundlich in Empfang genommen und in einen Konferenzraum geführt. Dort gab es dann nicht nur Kaffee, Limo und lecker Sandwiches, sondern auch eine Präsentation mit jeder Menge glasklarer Botschaften: Scandlines ist demnach gut für die Region und die Umwelt, der geplante Tunnel hingegen hat eine miese Klimabilanz, null positive Effekte auf den Tourismus in der Region und eine Wirtschaftlichkeitsberechnung, die auf falschen Verkehrszahlen beruht: „Der Tunnel rechnet sich nur auf dem Papier“, sagt Möller den deutschen Gästen.

An Land dann muss ein angesäuerter Stig Rømer Winther, Geschäftsführer von Femern Belt Developement, sehen, wie er den Informationszustand in den Köpfen seiner Gäste wieder in die gewünschte Richtung bringt: „Natürlich darf Scandlines unsere Gäste informieren, dass man uns als Gastgeber davon aber nichts gesagt hat, das ist kein guter Stil.“

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