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Süverkrüp einer der zehn größten Händler

Mercedes Süverkrüp einer der zehn größten Händler

Als die Daimler AG 2014 ankündigte, sich von 63 der insgesamt 158 Mercedes-Filialen zu trennen, schlug die Stunde der Kieler Süverkrüp-Gruppe: „Wir wollten unsere Marktposition in Schleswig-Holstein mit dem Kauf von drei Standorten verstärken“, sagt Gesellschafter Fritz Süverkrüp.

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Die neue Geschäftsführung von Süverkrüp Automobile: Frank Schmüser, Anja Niemann und Fritz Süverkrüp (von links).

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Im Oktober 2015 waren dann die Verträge unterschriftsreif und seit dem 1. Mai gehören die Standorte Kiel-Wittland sowie Bad Oldesloe und Mölln zur Süverkrüp-Gruppe, die nun zu den zehn größten Mercedes-Händlern in Deutschland zählt.

 „Wir wollen das Geschäft zum Erfolg führen und werden jetzt an die Arbeit gehen, um die Strukturen zu optimieren. 2018 sind wir mit den drei neuen Standorten kostendeckend“, ist Süverkrüp überzeugt. Dazu müsse die Digitalisierung der Vertriebsstruktur genauso vorangetrieben werden wie auch Investitionen in die Gebäude an den drei Standorten. „Größe bedeutet im Automobilgeschäft Wettbewerbsfähigkeit“, sagt der Unternehmer. Um die komplette Palette der Fahrzeuge vom Pkw bis hin zum Lkw anbieten und warten zu können, sei Süverkrüp Automobile in Schleswig-Holstein nun mit 13 Betrieben und 660 Mitarbeitern „bestens aufgestellt“, sagt Süverkrüp.

 Die Firmengruppe, zu der auch Süverkrüp + Ahrendt sowie das Autohaus Süverkrüp mit Marken wie Renault, Dacia, Citroen, Peugeot und Mazda gehört, beschäftigt nun insgesamt 800 Mitarbeiter, davon etwa 120 Auszubildende. Auch wenn Fritz Süverkrüp laut Vertrag mit Daimler keine Angaben zum Kaufpreis der drei neuen Standorte machen darf, muss sich die Übernahme in den kommenden Jahren erst einmal amortisieren: „Wir haben alleine ein Anlagevermögen wie zum Beispiel Gebäude oder Fahrzeugbestand im Wert von mehr als zehn Millionen Euro von Daimler übernommen“, betont Süverkrüp. Und an den drei neuen Standorten mit insgesamt rund 200 Mitarbeitern halte er fest, auch wenn manche Arbeiten verlegt werden könnten: „Wir werden ab kommender Woche alle Strukturen überprüfen und gegebenenfalls anpassen“, sagt Süverkrup, der gemeinsam mit Tochter Anja Niemann und Frank Schmüser die Geschäfte von Süverkrüp Automobile leitet.

 Erfolgsfaktor seien allerdings die Mitarbeiter. „Wir freuen uns, dass fast alle Beschäftigten der ehemaligen Niederlassungsbetriebe sich für eine gemeinsame Zukunft mit uns entschieden haben. Sie freuen sich, unter neuer Leitung auf größeren eigenen Handlungsspielraum und kurze, unbürokratische Entscheidungswege im Interesse größtmöglicher Kundenzufriedenheit“, sagt Süverkrüp. Die Vorgaben hat der Firmenchef bereits formuliert: 2000 verkaufte Neuwagen, 400 Lkw, 800 Transporter sowie 4500 Gebrauchtwagen – „wir wollen und werden weiter wachsen, eine weitere Expansion schließe ich nicht aus.“ Dabei ist das Thema Bezahlung der etwa 200 vormaligen Daimler-Beschäftigten noch nicht vom Tisch: „Wir sind mit Gewerkschaft und Betriebsrat in Gesprächen über einen allgemeinverbindlichen Flächentarifvertrag im Norden.“

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Ein Artikel von
Jan von Schmidt-Phiseldeck
Wirtschaftsredaktion

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