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Die Datensammlerin im Schweinestall

Tiergesundheit Die Datensammlerin im Schweinestall

Nele Bielfeldt ist Landwirtin und Schweinemästerin. Und sie möchte, dass es ihren Tieren wirklich gut geht. Deshalb hat sie jetzt den Prototyp einer App entwickelt, mit dem sie den Zustand ihrer Tiere dauerhaft dokumentieren kann.

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Landwirtschaft 4.0 im Schweinstall: Mit dem Prototyp einer von ihr entwickelten App dokumentiert Landwirtin Nele Bielfeldt täglich den Gesundheitszustand ihrer 3000 Schweine.

Quelle: Sonja Donicht

Gremmerup. Rein äußerlich betrachtet sieht der gepflegte Bauernhof in Gremmerup (Kreis Schleswig-Flensburg) wie viele aus. Ackerbau, Schweinemast, proppere Wohnhäuser der Besitzer in schöner Landschaft. Hinter den Kulissen des konventionell wirtschaftenden Betriebes von Nele und Ingo Bielfeldt tut sich jedoch einiges: Hier werden moderne Erkenntnisse der beiden jungen Landwirte aus erweitertem Fruchtwechsel im Ackerbau und Tierwohl zu einem Bündel geknüpft, bei dem die Digitalisierung eine entscheidende Rolle spielt.

10000 Schweine jährlich werden auf dem Hof produziert

3000 Mastschweine finden in den drei Ställen von Nele Bielfeldt Platz, etwa 10000 Tiere werden dort jährlich produziert. Für die 26-Jährige, die während ihres Studiums in Kiel eine Masterarbeit zum Thema „Betriebliche Eigenkontrollen“ geschrieben hat, liegt insbesondere das Wohl der Tiere am Herzen. „Wenn ich abends ins Bett gehe, will ich auch ganz sicher sein, dass es meinen Tieren gut geht.“ Deswegen schaut sie jedem Schwein täglich „mindestens einmal in die Augen“.

Die Schweine-App soll bald auf den Markt kommen

Seit 2014 sind Routinekontrollen während des Stallrundgangs im Tierschutzgesetz verankert. Problem dabei: Bis heute, sagt die Landwirtin, ist nicht klar definiert, wie die Kontrollen genau ausgestaltet sein müssen. Gemeinsam mit der Fachhochschule Kiel hat sie im Rahmen ihrer Doktorarbeit den Prototyp einer App entwickelt, mit dem das Wohlbefinden der 3000 Schweine systematisch erfasst und dokumentiert werden kann. „Noch sind wir in der Forschung, noch stehen die endgültigen Indikatoren nicht fest“, sagt sie.

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Ein Artikel von
Jan von Schmidt-Phiseldeck
Wirtschaftsredaktion

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