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Camping-Boom ist ungebrochen

Tourismus Camping-Boom ist ungebrochen

Urlaub auf dem Campingplatz ist gefragt wie nie: Nach dem Rekordjahr 2015 hofft die Branche in Deutschland auch in diesem Jahr auf Zuwächse und investiert in die Ausstattung der Plätze. Schleswig-Holstein liegt bei den Übernachtungszahlen auf Platz fünf im bundesweiten Vergleich.

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Immer mehr Menschen entscheiden sich für Campingurlaub in Deutschland – wie auf diesem Platz bei Laboe.

Quelle: Ulf Dahl

Kiel/München. Grund für den Zuwachs: Auch wegen Sicherheitsbedenken bei Reisezielen im Ausland entscheiden sich viele Menschen derzeit für Urlaub in Deutschland, teilte das Informationsportal camping.info mit.

 Besonders beliebt bei Campern ist dabei Bayern: Allein fünf der insgesamt 29 Millionen Übernachtungen (2010: 24,4 Millionen) auf deutschen Campingplätzen verbrachten Gäste laut Zahlen des Statistischen Bundesamtes im vergangenen Jahr im südlichen Bundesland. Auf den Plätzen zwei und drei lagen Mecklenburg-Vorpommern mit 4,6 und Niedersachsen mit vier Millionen Übernachtungen. Schleswig-Holstein schaffte es mit 3,5 Millionen Übernachtungen und etwa 260 Campingplätzen auf Platz fünf; 2010 wurden im nördlichsten Bundesland etwa 3,1 Millionen Übernachtungen gezählt.

 Der Trend zu mehr Komfort hält dabei an: Mietunterkünfte wie Mobilheime und feste Wohnzelte mit eigenem Bad und separatem Schlafbereich stehen hoch im Kurs. Solche „Glamping“-Unterkünfte – eine Wortschöpfung aus Glamour und Camping – macht die Plätze tendenziell auch etwas wetterfester.

 Auch künftig dürften die Bedürfnisse der Urlauber weiter steigen, sagt die Geschäftsführerin des Bundesverbandes der Campingwirtschaft in Deutschland, Franziska Köglmeier. Deshalb werden die Platzbetreiber weiter kräftig investieren – in die Modernisierung der Infrastruktur, in außergewöhnliche Übernachtungsangebote wie Schlaffässer, Jurten oder Baumhäuser, in Kinderbetreuung, Wellness und andere Angebote.

 Auch die Caravan-Branche profitiert von der Entwicklung, wie die anziehenden Zulassungszahlen zeigen. Vor allem Kastenwagen und kleinere Reisemobile finden demnach viele Abnehmer, weil sie für geplante Urlaube und spontane Wochenendtrips ebenso nutzbar sind wie für Alltagsfahrten.

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Ein Artikel von
Jan von Schmidt-Phiseldeck
Wirtschaftsredaktion

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