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Deutliches Plus bei Übernachtungen

Tourismus Deutliches Plus bei Übernachtungen

Die Ferienregionen in Deutschland liefern sich einen beinharten Wettbewerb. Schleswig-Holstein und Hamburg können dabei durchaus mithalten.

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Die norddeutschen Bundesländer Hamburg und Schleswig-Holstein haben im ersten Halbjahr 2015 deutlich mehr Gäste und Übernachtungen verzeichnet als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Quelle: Ulf Dahl

Kiel. Die norddeutschen Bundesländer Hamburg und Schleswig-Holstein haben im ersten Halbjahr 2015 deutlich mehr Gäste und Übernachtungen verzeichnet als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Mit einem Plus von 3,6 Prozent bei den Übernachtungen liege das nördlichste Bundesland über dem Schnitt von 3,2 Prozent, teilten der Tourismusverband Schleswig-Holstein (TVSH) und der Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein am Donnerstag mit. In der Ostseeregion hat es demnach sogar ein Plus von 5,5 Prozent gegeben.

Auch Hamburg habe als Reiseziel erneut zugelegt. Mit einem Zuwachs von 5,6 Prozent im ersten Halbjahr hat die Hansestadt einen stärkeren Zuwachs verzeichnet als Berlin (4,8 Prozent) oder München (4,3 Prozent), teilte die Marketing-Organsiation Hamburg Tourismus mit. „Das ist ein außerordentlich positives Ergebnis für den Wirtschaftsstandort Hamburg“, sagte Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos).

Schleswig-Holstein erreichte nach dem Bericht 10,6 Millionen Übernachtungen zwischen Januar und Juni 2015, in Hamburg waren es 5,8 Millionen. Im Bereich der Freizeitwirtschaft konnten dem Bericht zufolge Erlebnisbäder, Thermen, Zoos, Tierparks und Schlösser punkten. Museen und Ausstellungen fielen dahinter zurück. In Hamburg locken Musicals, Kultur und Großereignisse. Auch unabhängig von der Olympia-Bewerbung stehe die Hansestadt im Tourismus vor der Herausforderung, noch internationaler zu werden, sagte Horch. Durch das neue dritte Kreuzfahrtterminal und die Ernennung von Speicherstadt und Kontorhausviertel nebst Chilehaus zum Weltkulturerbe habe die Stadt weitere „Highlights“ zu bieten.

Im bundesweiten Ranking liegen die Hauptstadt mit 13,8 Millionen Übernachtungen und die bayerische Landeshauptstadt mit 6,3 Millionen Übernachtungen jedoch noch vor der Elb-Metropole. „Wir haben wieder eine gute und konstante Entwicklung zu verzeichnen“, sagte Tourismus-Chef Dietrich von Albedyll. Vor zehn Jahren war die Übernachtungszahl des ersten Halbjahrs in Hamburg nur halb so hoch.

Die Zuwächse bei den Übernachtungen kamen in Hamburg mit jeweils mehr als 5,0 Prozent gleichermaßen aus dem In- und Ausland. 4,48 Millionen Buchungen gab es aus dem Inland, 1,356 Millionen schlugen aus dem Ausland zu Buche. Die meisten Gäste kamen aus Dänemark mit einem Zuwachs von fast 15 Prozent auf 150 000 Übernachtungen. Mehr als 100 000 Buchungen entfallen ebenfalls auf die Schweiz (plus 12 Prozent), Großbritannien (plus 2 Prozent) und Österreich (plus 4 Prozent). Zweistellige Zuwachsraten gab es auch bei Spanien, Polen, Schweden und der Türkei.

Um ein Viertel sind dagegen die Buchungen aus Russland abgesackt. „Wir bleiben mit unserem Marketing vor Ort aktiv und hoffen, dass sich das nach einer Entspannung der aktuellen politischen Lage auszahlen wird“, ergänzte Albedyll.

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